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tische Forschungen, aufmerksam gemacht, in so ferne dadurch
fiir die Zweifelfrage über die Abstammung der Etrusker ein fester
Boden zu gewinnen ist.
Da, wie gezeigt, die Matreier-Alterthümer als etruskische
zweifelhaft sind und es eben so die Kesselinschrift von Cembra ist,
so beschränkt sich der ganze tuskische Antiquitätenschatz auf die
von mir erwähnten kleinen Schmucksachen, als: Hefte, Fibeln,
Messerchen u. dgl. die, ist das Verzeichniss der Bronze im Ferdinandeum
anders verlässlich, mehrentheils dem wälschen Süden
Tirols angehören und, wie man mir sagte, nicht aus Gräbern, sondern
zerstreut aus der Erde genommen sind.
Soll es mit der Ausbreitung des raetisch-tuskischen Stammes
vom Gotthard bis in die Salzburger-Tauern seine Richtigkeit haben,
so müssen in der Schweiz, am Rhein, in Wirtemberg, in
Baden, in Baiern und Salzburg etruskische Antiquitäten gefunden
worden sein. Wie mich aber der Augenschein überzeugte, besteht
davon nichts im Museum zu Salzburg, nichts im kön. Antiquarium
in München, nichts in der Schatzkammer in Stuttgart, nichts im
grossherzoglichen Antiquarium zu Mannheim, nichts im städtischen
Museum zu Mainz, nichts in der herzoglichen Antiquitäten-Sammlung
zu Wiesbaden, nichts in Freiburg, nichts, den Mittheilungen
der Ziircher-Antiquare gemäss, in der Schweiz J ). Dagegen trifft
man in sämmtlichen genannten Anstalten keltische Alterthümer in
grösserer oder geringerer Menge. Bürge für die Wahrheit: dass
die Kelten in allen Ländern des österreichischen Staates das herrschende
Volk waren, ist ihre Münzprägung. Keltische Münzen
in Gold, in Silber und in Bronze können von Gallizien bis
Krain gewiesen werden. Ich habe nie gehört, dass man in Tirol
etruskische fand.
Man hat sich endlich noch auf raetisch-tuskischeSprach-Ueberreste
und auf die von Dr. Steub darüber angestellten
Untersuchungen, mitgetheilt in seiner Schrift: „Ueber die Urbewohner
Raetiens”, München 1835, berufen. Gerne den auf diese
Forschung verwendeten Fleiss und darin erprobten Scharfsinn zugestehend,
glaube ich doch, eine ganz unbefangene und ungezwun-Im
Mannheimer Antiquarium befinden sich wohl 14 etruskische Todtenkisten,
sie sind aber ein dem Kurfürsten Carl Theodor vom Pabste gemachtes
Geschenk, gehören folglich Deutschland nicht an.