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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Etrusco  Gregoriano  nicht,  auch  versichert  ein  italienischer  Archäologe, ­
  dass  die  Etrusker  ihn  nicht  hatten.
Aus  dem  Nebeneinandersein  etruskischer  und  ausgemacht  keltischer ­
  Antiquitäten  ergibt  sich  die  Berechtigung,  entweder  auf
eine  irrige  Deutung  der  erstem,  oder  auf  eine  aus  Etruskern  und
Kelten  bestandene  gemischte  Bevölkerung  in  der  Gegend  von  Matrei
au  schliessen.  Uebrigens  versteht  es  sich  von  selbst,  dass  die  von
den  hier  mitgetheilten  Gegenanzeigen  angeregten  Zweifel  eine  Suspension ­
  des  Urtheils  in  Betreff  des  Ursprungs  der  Cembraer-  und
Matreier-Funde  so  lange  bedingen,  bis  wir  zu  anderen  Aufklärungen
gelangt  sein  werden.  Hieraus  folgt  aber  auch,  dass  der  auf  diese
Funde  basirte  Schluss  von  Ausbreitung  des  raetisch-tuskischen
Elements  im  Norden  Tirols  vor  der  Hand  ebenfalls  dahingestellt
bleiben  muss.
Was  die  Gleichförmigkeit  der  Schriftzüge  jener  tirolischen
Denkmäler  mit  keltischen  betrifft,  kömmt  noch  zu  bemerken,  dass
sie  nicht  bloss  in  der  gallischen  Inscription  der  Monuraenta  Pat.
sondern  auch  in  dem  celtiberischen  und  turdetanischen  Alphabet
und  in  den  in  Spanien  aufgefundenen  und  von  der  Academie  celtique
  edirten  inschriftlichen  Denkmälern,  ferner  in  denen  der  Archaeologia
  brittanica,  endlich  zum  Theil  durch  die  Schrift  auf  dem
Salzburger-Löwen  (abgebildet  in  Schumann’s  Juvavia)  und  durch
die  Zeichen  auf  keltischen  Münzen  nachgewiesen  werden  kann.
Sind  die  Matreier-und  Cembraer-Inschriften  etruskisch,  so  bewiese
die  Einerleiheit  ihrer  Schrift  mit  der  keltischen  offenbar  dieEinerleiheit
  der  Abstammung  beider  Völker,  der  Kelten  und  Etrusker.
Diese  geht  übrigens  aus  den  Auticaglien,  welche  das  Ferdinandeum
in  Innsbruck  von  beiden  besitzt,  hervor,  da  es  wohl  nur  dem  geübten ­
  Kenner  gelingen  wird,  eine  richtige  Ausscheidung  der  einen  von
den  andern  zu  treffen.  Auf  diesen  Umstand  habe  ich  schon  in
dritten  Hefte  der  akademischen  Sitzungsberichte,  Artikel:  Kel-‘)

  Museum  etruscum  Gregorianum,  etc.  aedibus  Vaticanis  1842.  II.  Bd.  Fol.
Es  genügt  dieses  dein  k.  k.  Münz-  und  Antiken-Cabinet,  der  Hof-  und
I*l  ivatbibliothek  Sr.  M.  des  Kaisers  fehlende,  aber  in  München  sich  findende ­
  prachtvolle  Hauptsammelwerk  etruskischer  AUerthümer  zur  Begründung ­
  vorstehender  Angabe  anzuführen,  da  in  andern-  Werken  das
zerstreut  ist,  was  sich  hier  beisammen  findet.
            
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