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Etrusco Gregoriano nicht, auch versichert ein italienischer Archäologe,
dass die Etrusker ihn nicht hatten.
Aus dem Nebeneinandersein etruskischer und ausgemacht keltischer
Antiquitäten ergibt sich die Berechtigung, entweder auf
eine irrige Deutung der erstem, oder auf eine aus Etruskern und
Kelten bestandene gemischte Bevölkerung in der Gegend von Matrei
au schliessen. Uebrigens versteht es sich von selbst, dass die von
den hier mitgetheilten Gegenanzeigen angeregten Zweifel eine Suspension
des Urtheils in Betreff des Ursprungs der Cembraer- und
Matreier-Funde so lange bedingen, bis wir zu anderen Aufklärungen
gelangt sein werden. Hieraus folgt aber auch, dass der auf diese
Funde basirte Schluss von Ausbreitung des raetisch-tuskischen
Elements im Norden Tirols vor der Hand ebenfalls dahingestellt
bleiben muss.
Was die Gleichförmigkeit der Schriftzüge jener tirolischen
Denkmäler mit keltischen betrifft, kömmt noch zu bemerken, dass
sie nicht bloss in der gallischen Inscription der Monuraenta Pat.
sondern auch in dem celtiberischen und turdetanischen Alphabet
und in den in Spanien aufgefundenen und von der Academie celtique
edirten inschriftlichen Denkmälern, ferner in denen der Archaeologia
brittanica, endlich zum Theil durch die Schrift auf dem
Salzburger-Löwen (abgebildet in Schumann’s Juvavia) und durch
die Zeichen auf keltischen Münzen nachgewiesen werden kann.
Sind die Matreier-und Cembraer-Inschriften etruskisch, so bewiese
die Einerleiheit ihrer Schrift mit der keltischen offenbar dieEinerleiheit
der Abstammung beider Völker, der Kelten und Etrusker.
Diese geht übrigens aus den Auticaglien, welche das Ferdinandeum
in Innsbruck von beiden besitzt, hervor, da es wohl nur dem geübten
Kenner gelingen wird, eine richtige Ausscheidung der einen von
den andern zu treffen. Auf diesen Umstand habe ich schon in
dritten Hefte der akademischen Sitzungsberichte, Artikel: Kel-‘)
Museum etruscum Gregorianum, etc. aedibus Vaticanis 1842. II. Bd. Fol.
Es genügt dieses dein k. k. Münz- und Antiken-Cabinet, der Hof- und
I*l ivatbibliothek Sr. M. des Kaisers fehlende, aber in München sich findende
prachtvolle Hauptsammelwerk etruskischer AUerthümer zur Begründung
vorstehender Angabe anzuführen, da in andern- Werken das
zerstreut ist, was sich hier beisammen findet.