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Um die Schwierigkeiten zu beseitigen, welche der Geltendmachung
des Satzes: die Etrusker sind Tirols Urbewohner und
waren über ganz Tirol ausgebreitet, entgegenstehen, hat die
tirolische Etruskomanie den Ausweg ergriffen, die übereinstimmenden
Zeugnisse des Trogus und Plinius, die weiter oben von
der Einwanderung eines Theils der Etrusker aus Italien in die
Alpen mitgetheilt sind, zu verwerfen, und für den ganzen etruskischen
Volksstamm eine Einwanderung nach Italien aus den
Alpen zu behaupten. Dieser Behauptung zufolge wären die
Etrusker auf dem Landwege nach Italien gelangt, hätten auf
diesem Zuge einen Theil ihrer Schaaren in den Alpen Tirols
abgesetzt, und wären mit der Hauptmasse in die lombardische
Ebene hinahgestiegen.
Man braucht, um von der Grundlosigkeit dieser Behauptung
anschaulich überzeugt zu werden, bloss die Landkarte zur
Hand zu nehmen und den Unterschied der Distanz von Lydien, von
wo die Etrusker nach Italien übergegangen sein sollen, auf dem
See- und auf dem Landwege zu bemessen. Wie lange hätte die
Reise über Thrakien oder durch das grosse Illyricum gewährt,
wenn die wandernden Etrusker den Landweg eingeschlagen hätten,
da diese ungeheuere Strecke völlig unwegsam war! Wer dieseZugs-Iinie
behauptet, muss beweisen, dass das thuskische Wandervolk
über den Hämus, die Carpathen und die norisch- und karnischen
Alpen bis an die tridentinischen fortkommen konnte, nachdem
diess in den völlig versumpften Thälern der Donau, der Salzach, des
Inns, des Eisaks und der Etsch schlechterdings unmöglich war. Wir
denken, die Herstellung des verlangten Beweises werde wohl Keiner
von denen, welche für die thuskische Wanderung nach Italien den
Landweg behaupten, auf sich nehmen wollen, da man hei einem
solchen Unternehmen wohl kaum auf einen Gläubigen rechnen
könnte, der blöde genug wäre, um sich einreden zu lassen, eine
nach tausenden ahzuschätzende Menschenmenge werde die ganze
mit ewigem Schnee bedeckte, himmelanstrebende Alpenkette zu
einer Reiseroute von Kleinasien nach den Buchten des adriatischen
oder mittelländischen Meeres statt der Seefahrt wählen. Vollends
wird diese Behauptung lächerlich, wenn man die Verpflegung einer
so grossen Menschenmasse auf einer so unwirthlichen Reiseroute
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