Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

39

dieser  drei  Abgesandten  befanden  sich  „viele  Prälaten  und  Cavaliere ­
  und  andere  Leute  und  dieser  Chronist  und  Conde
Don  Frances  ging  als  Principal  derselben  mit  (Fol.  106:  y  este
Coronista  y  conde  don  Frances  fue  por  principal  dellos).”  Als
dann  das  spanische  mit  dem  portugiesischen  Gefolge,  welches  die
Infantin  begleitete,  zusammentraf,  war  eine  solche  Menge  von
Grossen,  Prälaten  und  Hofleuten,  „dass  Juan  Rodriguez  de  Fonseca
  in  dessen  Hause  in  Badajoz  die  Infantin  abstieg,  auf  die
Hochzeit  wie  ein  Maure  geflucht  hätte,  wenn  er  alle  hätte  verköstigen ­
  müssen”.  Die  spanischen  Grossen  und  Hofleute  drängten ­
  sich,  ihrer  Kaiserin  sich  vorzustellen  und  zu  huldigen,  und
da  hat  unser  Chronist  wieder  reiche  Gelegenheit,  Spottvergleiche ­
  zu  improvisiren  und  ihre  Anreden  zu  parodiren.  Besonders ­
  ist  wieder  die  hagere  Figur  des  Erzbischofs  von  Toledo
die  Zielscheibe  seines  Witzes,  und  dessen  Anrede  an  die  Infantin ­
  parodirend  lässt  er  ihn  sagen:  „Zugleich  mache  ich  Eurer

seiner  gewohnten  burlesken  Weise  von  La  Chaux,  als  er  den  Auftrag  erhielt ­
  die  Brautlahrt  anzutreten:  Cap.  XLVII.  Fol.  105 vo .  Mosiur  de  Laxao
respondiö  ä  su  Magestad:  „Ire,  por  ma  foi,  v  por  liostra  d  o  n  a,
ä  mi  me  place  de  ir,  porque  de  tales  viajes  gran  descanso  se  espera  para
la  vejez”.  —  Und  vom  Kaiser,  als  er  die  Nachricht  vom  Abschluss  der
Vermählung  empfing  :  ib.:  Y  asi  tue  concluido  el  casamiento,  y  estemuyalto
Emperador  era  de  muy  buen  ejemplo,  y  mas  honesto  que  Animal  su  cahallerizo,
  y  cuando  ä  su  Mag.  decian  que  era  desposado,  se  paraba  mas
derecho  que  el  arzobispo  de  Toledo,  y  mas  colorado  que  el  dbetor  de
La-Torre,  vecino  de  Granada.
Das  zwischen  dieser  im  Cap.  XLV.  begonnenen  und  im  Cap.  XLVII.
fortgesetzten  Erzählung  von  der  Brautlahrt  eingeschobene  Capitel  XLV1.
enthält  eine  Anspielung  auf  eine  damit  gleichzeitige  Anekdote,  von  welcher ­
  ich  weder  sonstwo  Nachricht  fand,  noch  mir  ganz  klar  wurde,  ob
sie  ernsthaft  oder  ironisch  gemeint  sei;  ich  will  daher  dieses  Capitel,  da
es  ohnehin  kurz  ist,  ganz  im  Original  hersetzen  :  Cap.  XLVI.  Fol.  104 ro .
und  v0  :  En  este  tiempo  en  las  Espanas  se  levantaron  dos  hombres  de
mal  vivir.  El  und  fue  Uamado  por  nombre  :  Bartolome  de  1  Puerto,
y  en  sus  armas  traia  una  letra  que  decia:  Andur,  mi  pudre,  que  todo  ha
de  ir.  El  otro  se  llamö  :  El  Abad  Cayo  de  Lapuente.  Supitamente
estos  dos  hombres  se  estendieron  por  la  tierra  apedillando  (sic;  vielleicht
verschrieben  statt:  apellidando?)  con  eseändalo  muchas  mugeres  casadas
y  doncellas  las  cuales  por  la  gran  fama  deste  Bartolome  del  Puerto  hicieron
  cosas,  que  ä  su  honra  no  convenia.  Y  como  fuese  sabido  por  el
consejo  real,  y  por  don  Felipe  de  Castilla,  sacristan  mayor  de  el  Emperador, ­
  y  por  Alvar  Perez  Osorio,  y  por  don  Juan  de  Avala,  el  de  Toledo,
el  dicho  Bartolome  del  Puerto  se  desapareciö,  y  nunca  mas  se  oyo  su
nombre,  y  despues  desto  el  Abad  viviö  pocos  dias.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.