Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

550

jedoch  die  Bezeichnung  jener  Tlieile  konnte  aus  keinem  der  schon
bekannten  Denkmäler  entdeckt  werden,  daher  versuchten  es  mehrere
mit  Cluverius,  die  Eintheilungsnamen  des  neuen  (aurelianischen)
Daciens  auf  die  alte  (trajanische)  Provinz  anzuwenden,  ja  sie
gingen  noch  weiter,  und  erdichteten  sogar  einen  dritten  Namen
für  einen  Theil  dieser  letzteren,  nämlich  der  Dacia  alpestris,
welcher  bei  gar  keinem  der  alten  Geschichtschreiber  vorkommt
und  auch  durch  kein  sonstiges  historisches  Denkmal  sich  rechtfertigen ­
  lässt.  Schärfere  Kritiker  sahen  aber  bald  die  Unstatthaftigkeit ­
  dieser  Versuche  ein  und  verwarfen  diese  ganze  Eintheilung,
jedoch  ohne  die  wahre  angeben  zu  können.  Ich  kann  mir  schmeicheln, ­
  der  erste  zu  sein,  der  das  Glück  hatte,  diese  wichtige  Entdeckung ­
  zu  machen.  «Bevor  ich  aber  die  Beweise  zur  Begründung
meiner  Behauptung  vorlege,  erlaube  ich  mir  eine  kurze  Erörterung.
Betrachtet  man  die  natürliche  Lage  dieses  Landstriches  an
der  unteren  Donau,  welcher  zur  Zeit  der  Römer  den  Namen
D  a  c  i  e  n  führte,  so  siebt  man  beim  ersten  Anblicke,  dass  er  durch
eine  Gebirgskette  (Fortsetzung  der  Karpaten)  in  zwei  beinahe
gleiche  Th  eile  getheilt  wird,  welche  wir  vorläufig  mit  Dacia  Cis  alpin ­
  a  und  Tran  salpina,  jedoch  ohne  der  Auflösung  des  Problems
vorgreifen  zu  wollen,  bezeichnen  können.  Die  Cisalpinaist  das
Gebieth  der  Theins  und  ihres  grossen  Armes,  der  Marosch;  die
Transalpina  das  Gebieth  der  Alt,  Seretu,  Prutu  und  mehrer
kleinern  Flüsse,  welche  sich  linksufrig  in  die  untere  Donau  ergiessen,
  also  die  heut  zu  Tage  sogenannten  Donaufürstenthümer.
Diese  Eintheilung,  als  eine  natürliche,  ist  charakteristisch,  und
scheint  schon  bei  den  alten  Geographen  und  Geschichtschreibern
im  Auge  behalten  worden  zu  sein.  Herodotus  entwirft  im  IV.  Buche
seiner  Geschichte  folgendes  Bild  von  diesem  Landstriche:
'Ig-po?  piv  i&v  p.iytgog  tcoraptüv  nävroov  rüv  rip-etg  Idpev,  taog
alei  adrög  iuvrw  piet  xai  Sepeog  xai  yetfucSvog.  xpürog  di  rd  dr. 1
iaxiprig  twv  iv  ry  hxvStxy  fiiutv  xard  rot  ovde  p.£yi<gog  -yeyove,  norapwv
  xai  älloiv  eg  adrov  ixdtdivtwv.  eiai  de  olde  ol  peyav  adröv
oteOi/reg,  did  psv  ye  rfig  SxvScx'ög  ywpyg  -evre  p.eyaAoi  peovreg,
rov  re  HxöJ-at  Jlöpara  xccXiouat,  ''EXkoveg  di  üupsröv,  xai  dXkog.
Ttapavrög,  xai  "Apapog  re  xai  Ndnrap!j,  xai  'Opdyaadg.  '0  psv
Tcpijjrog  ’XeyJdeig  rwv  rcorapwv,  p.eyag  xai  xpög  r,w  pewv,  avaxotvoörat
  rw  "I^-pw  rö  vdoip.  ö  de  devrepog  XsySeig  Tiapstirog  npög  iani-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.