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(aequum colonia) in der Umgebung von Gardun bestimmen;
endlich d) auch mit Wahrscheinlichkeit die Lage des M u n i c ipium
Riditarum. Die dabei gemachten Funde sind ein dreifacher
Mauerring (triplice circuizione di mura), ein Aquäduct,
ein Amphitheater, ein Begräbnissplatz, Steine und Münzen und
viele Grabmonumente, bei denen sich nicht mit Bestimmtheit angeben
lässt, welcher Epoche und welchem Volke sie angehören.
Herr Trebon Lauriani liest als Gast folgenden Aufsatz:
„Die Eintheilung d e s alt en D aci e n s.”
Die an der untern Donau, von diesem Flusse nordwärts liegende
Landesstrecke, wurde im Jahre Christi 106 vom Kaiser
Trajan erobert, und'unter dem Namen Da eien zu einer römischen
Provinz gemacht, in welche der Eroberer nach dem Ausdrucke
Eutropii, „iiifinitas hominum copias ex toto orbe Romano transtulerat
ad agros et urbes colendas. Libro VI, 6”. Diese Provinz, in
welcher noch heut zu Tage bedeutende Spuren der römischen
Macht und Cultur sichtbar sind und unzählige römische Denkmäler
auf Stein, Kupfer und Wachstafeln täglich entdeckt werdfen, und
welche uns in den Nachkommen jener alten Colonen, den in fremden
Sprachen unter dem Namen Wallachen, in ihrer eigenen
aber Romani; bekannten heutigen Bewohnern, deren Idiom den
echten Typus der Romanität an sich trägt, einen unwiderleglichen
lebendigen Beweis der Grossartigkeit römischer Ansiedelungen
liefert, wurde von den Römern bis zum Jahre Christi 274 behauptet,
in welchem Kaiser Aurelian, als er sich gegen die Einfälle der Barbaren
nicht mehr halten zu können glaubte, die Legionen, wahrscheinlich
mit einem grossen Theile der Inwohner, über die Donau
■nach Mösien versetzte, und daselbst das neue Dacien gründete,,
ne tantae a Trajanoformatae provinciae nomen oblivioni truderetur.
Dieses neue Dacien wurde, wie es aus mehreren allgemein
bekannten historischen Denkmälern erhellt, in Dacia ripensis
(am rechten Ufer der Donau) und mediterranea (weiterim
Innern des Landes) eingetheilt; die w ahre Eintheilung des
alten Daciens aber blieb den neueren Geschichtsforschern bis auf
unsere Zeit völlig unbekannt. Dass zwar das alte Dacien auch in
mehrere Theile eingetheilt gewesen sei, erhellt es zur Genüge aus
dem häufig im Plural vorkommenden Namen Daciae, Daciarimij etc.