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Münzensammler in der Person des Hofzahl- und Schatzmeisters
Leopold Heyberger (|1557), und Christiern Tanstetter
(j- 1567) hatte eine Bildersammlung.
Im Jahre 1566 wird die Stelle, eines Aufsehers über die kais.
Sammlung neu creirt und dem Jacob S t e n d a als Antiqua r i u s
verliehen. Unter Kaiser Rudolph II., der in Prag residirte, wurde
das Uebertragbare dahin gebracht. Unter dessen Bruder und Nachfolger
Kaiser Matthias war die Kunstsammlung wieder in der Bürgin
Wien. Erst nach dem dreissigjübrigen Kriege, während dessen
weder Kunst noch Kunstsammlungen gedeihen konnten, ersteht
im kais. Hause ein grosser Kenner und Mäcen, der waflfenberühmto
Erzherzog Leopold Wilhelm, der im Jahre 1651 achtzehn Ballen
oder Kisten Bilder (darunter wohl die Rubens im k. k. Belvedere?)
von Brüssel, wo er spanischer Statthalter gewesen, nach Wien
schickte, die wahrscheinlich nach seiner Rückkehr 1657 aufgestellt
wurden.
Darauf bringt Hr. S. Auszüge aus einer Beschreibung—und zwar
der allerersten — der kais. Schätze und Sammlungen von dem
vielgereisten französischen Arzte und Kunstkenner Carl Patin,
der Wien in den Jahren 1669 und 1673 besuchte, und macht diejenigen,
die später darüber schrieben, namhaft.
A. Die Reihe der Bildergallerie-Inspectoren seit
dem Tode des Erzherzogs Leopold Wilhelm (j-20. November 1662)
beginnt a) mit Anton Van der Haaren; ihm folgt b) Christoph
Lauch mit 600 fl. Besoldung vom 1. August 1687 bis
um 1705; c) zwischen 1704 und 1709 verrichtete Jacob Männel
oder Mündel die Dienste eines Gallerie-Inspectors; dy 1709 Fahr
icius von Cerrini, j- 30. November 1730; c) Antonio
Bertoli, { 1744; Adjunct ohne Gehalt der Maler Martin
Rausch von Traubenberg, der 1745 nach Bertoli’s Tode
Inspector wurde, aber nur mit 500 Gulden.
B. Inspectoren des kaiserl. Münz- und Antiken-Cabinets.
Nach Jacob Strada, der im Jahre 1568 die neugeschaffene
Stelle eines Antiquarius mit 100 11. Jahresgehalt
erhielt, tritt eine hundertjährige Pause oder Lücke ein. Im
Jahre 1670 erscheint der vorerwähnte Van der Baaren auch
als Inspector des vom Erzherzoge Wilhelm ererbten Cabiuets Im
Jahre 1699 war der Florentiner Fabricius v. Cerrini Inspector