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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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von  Alen^on  noch  folgenden  Zug,  der,  wenn  auch  carikirt,
doch  so  characteristisch  ist,  dass  er  Erwähnung  verdient:  „Diese
Dame  wurde  von  dem  Kaiser  sehr  gut  behandelt  und  alle  Granden
des  Königreichs  waren  ihr  zu  Diensten,  denn  sie  wussten,
dass  sie  dadurch  auch  dem  Kaiser  einen  Dienst  leisteten. ­
  Sie  wohnte  in  dem  Hause  des  Don  Diego  de  Mendoza
Grafen  von  Melito,  und  nachdem  sie  in  diesem  Hause  dreissig
Tage  zugebracht,  nahm  sie  vor  ihrer  Abreise  besagten  Don  Diego ­
  de  Mendoza  bei  Seite  und  gab  ihm  für  die  Unterkunft  —
fünf  Ducaten,  und  als  sie  ihm  diese  fünf  Ducaten  gab,  lächelte
Don  Diego  vor  Beschämung 1 )”.  —  Noch  während  dieses  Aufenthaltes ­
  in  Toledo  entschloss  sich  der  Kaiser  auf  die  dringenden ­
  Vorstellungen  der  Cortes,  sich  mit  der  Infantin  Dona  Isabel,
der  Tochter  Emanuel’s  Königs  von  Portugal  zu  vermählen,  und
nachdem  er  seinen  Rath  und  Kämmerer  Carl  Poupet  de  la  Chaux
(Mosiur  de  Laxao  wie  ihn  unser  Chronist  und  alle  Spanier
nennen)  beauftragt  hatte  die  Trauung  durch  Procuration  zu  vollziehen ­
  und  die  Braut  ihm  zuzuführen,  sandte  er,  als  er  ihre
Abreise  vernahm,  den  Herzog  von  Calabrien  Don  Fernando  de
Aragon,  den  Herzog  von  Bejar  Don  Alvaro  de  Ziiniga  und  den
Erzbischof  von  Toledo  Don  Alonso  de  Fonseca  bis  an  die  Gränze
von  Portugal  ihr  entgegen,  um  sie  zu  empfangen  2 ).  Im  Gefolge

en  posta  a  daiie  las  gracias,  6  moriscas  del  reino  de  Granada  que  iban
en  romeria  a  Tremecen  6  ä  la  casa  de  Meca.
*)  ib.  Fol.  102 TO .  —  103  :  Esta  Madama  fue  muy  bien  tratada  de  su  Magestad, ­
  y  servida  de  todos  los  Grandes  del  reino,  porque  sabian  que  sei*  ■
vian  en  ello  al  Emperador.  Posö  en  casa  de  don  Diego  de  Mendoza  conde
de  Melito;  y  despues  de  haber  estado  en  la  posada  treinta  dias,  al  tiempo
que  se  partiö  aparfcö  al  dicho  don  Diego  de  Mendoza,  y  le  daba  cinco
ducados  por  la  posada.  Y  cuando  le  daba  estos  cinco  ducados,  don  Diego
daba  risitas  de  corrido.
2 )  Bekanntlich  wurde  am  17.  October  1525  durch  Poupet  de  la  Chaux  und
Juan  de  Züniga,  den  spanischen  Gesandten  am  Hofe  zu  Lissabon,  der
Heirats-Contract  abgeschlossen;  am  1.  November  fand  die  Verlobung  der
Infantin  durch  Procuration  mit  La  Chaux  Statt,  und  zu  Ende  Jänners  begab ­
  sich  die  Infantin  auf  die  Reise  zu  ihrem  Gemahl,  wo  sie  am  6.  Februar ­
  in  Elvas  mit  den  Herzogen  von  Calabrien  und  Bejar  und  dem  Erzbischof ­
  von  Toledo  zusammentraf  ;  dann  über  Badajoz  nach  Sevilla  reiste
und  dort  mit  dem  Kaiser  am  11.  März  1526  das  Beilager  feierte,  (vgl.
„Correspondenz  Kaisers  Karl  V.  Mitgetheilt  von  Dr.  K.  L  a  n  z”  Leipzig,
1844  8?  Thl.  1  S.  169  ff.  ;  —  Sousa,  I.  c.  p.  247  sg.  —  Sandoval,
Lib.  XIII.  §.  26,  Lib.  XIV*  §,  2,  §.  9  und  10).  —  Unser  Chronist  sagt  in
            
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