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Ta<>-e darnach Hess der Kaiser zu Ehren des Legaten festliche Turniere
mit Rohrstäben (fiestas de juegos de canas) abhalten, wobei
die ganze hohe Geistlichkeit zugegen war, die der Chronist
in seiner parodistischen Weise als Theilnehmer an den Canas-Spielen
und glänzende Reiter schildert. — Beachtenswerth ist
auch, wie er den Einzug der Herzogin von Alencon in Toledo beschreibt,
„wie sie mit einem zahlreichen Gefolge von Cavalieren,
einigen Prälaten und vielen Damen in die Stadt eingezogen ist,
und da sie erst vor kurzem Witwe geworden — denn ihr Gemal
starb erst nach der Gefangennehmung des Königs von Frankreich
— so kamen sie und alle ihre Damen in weissen Kleidern *)
eingeritten. Der Verfasser verglich daher diese Damen mit Seelen,
welche die Dona Teresa Enriquez 3 ) aus dem Fegefeuer erlöst
habe, und die, um ihr zu danken, nun wie mit Extrapost einherzogen,
oder mit Maurinnen aus dem Königreiche Granada die
eine Pilgerfahrt nach Tremecen oder nach der Kaaba von Mekka
machten 3 )”. — Bei dieser Gelegenheit erzählt er von der Herzogin
que ahi se hallo, escandalizado le clijo al Emperador : ,,Senor, juro ä
Dios y para el cuerpo de Dios, yo el primero y cuantos aqui somos,
estamos mal contentos que el legado os bcsase”. — El muy alto Emperador
dijo : „Duque, mas feo era Judas, y beso ä Christo.” — Este autor
y clironisla dijo, que este legado parecia labrador que tenia pujo, 6 mastinazo
asomado entre almenas de fortaleza.
1) Diess beweist, dass auch damals noch die Trauer um Fürsten weiss
getragen wurde sowohl in Frankreich als auch in Spanien, denn unser
Chronist führt ohne alle Bemerkung diese Sitte als eine sich von selbst
verstehende an. — Vgl. die scharfsinnigen Bemerkungen Dozy’s über
die Trauerfarbe in Frankreich und Spanien, die zu verschiedenen Zeiten
bald weiss bald schwarz war, in dessen trefflichen: „Recherches sur l’his—
toire politique et litteraire de l’Espagne pendant le moyen age. Tome I.
Leyde, 1S49 8. p. 632—634.“
2) Diese Theresa Enriquez war eine sehr fromme Dame, die am 4. März
1528 im Gerüche der Heiligkeit starb. Sie hatte eine besondere Verehrung
für das Altarssakrament, und unter vielen frommen Stiftungen machte
sie besonders auch eine für die armen Seelen der verstorbenen Gläubigen
(s. Sand oval, Lib. XVI. §. 25).
3) Cap. XLV. Fol. 102 r0 . und vo: lYIadama Alanson, liermana del rey de
Fiv.ncia, dende k pocos dias entrö en la ciudad muy acompanada de Caballeros
, y de algunos prelados y de muchas damas, y como esta senora
habia pocos dias que habia enviudado, y su marido habia muerto cuando
fue preso el rey de Francia, ella y sus damas venian vestidas de
bl an co, todas cabalgando k caballo. El autor dijo que parecian estas
senoras äniraas de purgatorio sacadas por dona Teresa Enriquez, y iban