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„Am 23. Jänner 1525 (in der Handschrift wieder irrig 1524),
fährt der Chronist fort, am Vorabend des Tages des h. Sebastian
langte die durchlauchtigste Königin von Portugal in Las Garrovillas
an, einer Stadt des Grafen Alba de Liste, wo wir alle Bequemlichkeit
fanden, deren wir so sehr bedurften. Und am anderen Tage,
dem Tage des h. Sebastian, wurde in der Hauptkirche der Stadt
Predigt gehalten, und es fanden sich dabei ein alle Cavaliere von
Sigüenza mit goldenen Ketten und farbigen Mänteln, nach der Art
wie sie die Gothen trugen. Der Schreiber dieses, als er sie sah,
beschwor sie, ihm zu sagen, wer sie seien. Und auf seine eindringliche
Beschwörung sagten sie ihm, dass sie längst verstorbene Ritter
seien, die in den Klöstern von Sau Pedro de Cardena und San Pedro
deArlanza beigesetzt worden waren, und dass sie Don Ordoiio und
PedroBermudez, und Antolin Antolinez, und Xuno ßustoz, undLain
Calvo u. s. w. genannt wurden.” -— Ebenso macht sich der Chronist bei
jeder Gelegenheit über das altmodische Aussehen der portugiesischen
Cavaliere, über ihre Prahlereien, die Spanier bei Aljubarrota und Toro
besiegt zu haben, und, was ihm wohl am nächsten ging, über ihre
geringe Freigebigkeit lustig, und erweist einigen namentlich die
Ehre, wie dem Don Jorge de Portugal, dem Marques de Ayamonte
u. s. w., sie nach seiner gewohnten Weise zu portraitiren und ihr
curriculum vitae beizufügen. Doch, setzt er hinzu, ist das Spottvergleiche
machen (apodar) hei diesen Herren gefährlich, denn sie
sind pure Eisenfresser und lassen Einem diesen harmlosen Scherz
mit Hieben entgelten, die für drei Tage die Sprache rauben ‘). —
Am 10. Februar 1525 (was ebenfalls nicht ganz richtig ist, denn
die Hochzeit fand am 5. Februar Statt, s. Sousa, I. c.) kam die
Infantin nach Badajoz und hier trennte sich das spanische Gefolge
von ihr und kehrte in die Heimath zurück, daher auch derChronist
hier die Erzählung von seinen Reiseabenteuern abbricht ■), und die
von seinen Erlebnissen am Hoflager des Kaisers fortsetzt.
1) Cap. XLI. Fol. 86 vo -: Estos caballeros .... fueron demasiadamente esforzados,
porque los dias feriados comian malla cocida, y los dias de liestas espadas
picadas y acero desatado, y por esio el auior no los oso apodar,
porque fue informado que daban espaldarazos que quitaban la habla por
tres dias.
2) Auch auf der Heimkehr muss er bei der Fähre von Alconetar wieder in
Gefahr gekommen sein, wenigstens schreibt er im Cap. LVI. einen Brief
an den Kaiser, worin er denSpass macht, selbst die Nachricht zu bestätigen,