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Graf Podewils hat ihn schlecht erkannt, wenn er von ihm
sagt: „Je doute cependant, qu’ il ait jamais un grand genie”.
Erzherzogin Marie Ann a, geboren 1738 starb als Aebtissin
zu Prag und Klagenfurt 1789. Erzherzogin Marie Christine,
geboren 1742, wurde später Statthalterin der Niederlande
und mit Albreclit, kön. Prinzen von Polen, Herzog von Sachsen-Teschen
vermalt; starb 1789. Sie war der Liebling der Mutter.
Die anderen zwei Erzherzoginen Marie Elisabeth und Marie Amalie
waren noch zu jung um über sie berichten zu können; Die erstere
war 1743, die zweite 1746 geboren. Von den sechs Söhnen Maria
Theresia’s war ausser dem Erzherzog Joseph damals nur Carl
geboren, der bereits 1761 in einem Alter von 6 Jahren starb.
Die älteste Prinzessin Maria Elisabeth, geboren 1737 war
schon 1740 gestorben.
Eine besondere Aufmerksamkeit widmet Podewils dem Prinzen
Carl von L öthringen, dem Bruder des Kaisers. Er hatte
einen ruhigen Geist, dessen Frieden keine Leidenschaft weder
Liebe, noch Ehrgeiz noch Habsucht trübte. Seine persönliche
Tapferkeit, sein militärisches Talent in der Beurtheilung des Terrainsund
Anordnung zur Schlacht machten ihn zu einem der grössten
Feldherren im Erbfolgekriege. Er hatte das Commando 1742,
1743 in Böhmen geführt. Der Uebergang über den Rhein, welchen
die österreichischen Truppen im Angesichte des französischen
Heeres ausführten, eine der glänzendsten Kriegsthaten jener Zeit,
war sein Werk. Er war im Volke wenig beliebt und die günstigen
Erfolge wurden den untergeordneten Generälen zugeschrieben,
besonders dem Grafen Traun einem der ausgezeichnetsten
Generale der Armee. Nach der unglücklichen Schlacht
von Sorr legte Prinz Carl das Commando nieder. General Spada
wagte es, wie Graf Podewils berichtet, an der kaiserlichen Tafel
als von der Schlacht die Rede war Zusagen: Wenn der König
von Preussen die kaiserlichen Truppen befehligt hätte, so würden
sie die Preussen geschlagen haben. Die Schlacht wäre damals
nicht für die Oesterreicher verloren gegangen ohne die Plünderungslust
der leichten ungarischen Truppen, welche alles in Unordnung
brachten. Die von Prinz Carl entworfene Position war
O
so vortrefflich, dass Friedrich der II. ihn nicht anzugreifen wagte.
Der König liess dann alles Gepäck von dem linken Flügel auf den
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