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Kaiser im November 1524 auf die Reise nach Madrid; in Tordesillas
aber trennte sich Don Frances auf einige Zeit von ihm; denn
er ward dem Gefolge beigegehen, das die Infantin Braut bis an die
Gränze von Portugal zuhegleiten hatte. Sie reisen, nach unseres Chronisten
Angabe, am 3. Jänner 1525 von Tordesillas ab (s. A nt. Caetano
de Sousa, Historiageneal. da casareal Portugueza. Lisboa,
1737. in 4. Tom. III. p. 521 sg). Die Führung des Geleites bis an
die Gränze hatte der Herzog von Bejar 5 der Bischof von Siguenza.
Don Fadrique de Portugal und der Alcalde Leguizamo begleiteten
als Abgesandte Spaniens, und Dona Francisca Enriquez Marquesa
de Denia als Oberhofmeisterin die Infantin nach Portugal; Alonzo
de Baeza aber ging als Reisemarschall mit (que entendiese en eladerezo
y lo que era menester para el camino), und aus dessen
Büchern erkannte der Kaiser erst, wie theuer ihm seine Schwester
war (la sereuisima reina de Portugal, vuestra muy cara y muy
amada hermana, tan cara como os constarä por los libros de Alonso
de Baeza segun escribe en sus homelias). Doch scheint die Marquesa
de Denia — deren Persönlichkeit und Familie der Chronist
übrigens mit burlesken Vergleichen und Anspielungen auf die Hauschronik
beehrt — sehr besorgt gewesen zu sein, dass die Infantin
nicht zu viel ausgebe; denn diese Sparsamkeit parodierend, erzählt
er, dass, als sie nach Medina del Campo kamen und dort eben Markt
war, die Infantin drei Unzen Bernstein habe kaufen wollen, aber
von der Marquisin daran verhindert worden sei, indem sie als eine
hochweise Person ihr vorstellte, dass sie noch 57 Meilen nach Badajoz
hätten und sie daher mit ihrem Reisegelde haushalten möge,
worüber die Infantin freilich etwas ungehalten wurde und der Marquisin
zurief: „Vade in pace, et amplius noli parlare! ” — Sie setzten
ihre Reise fort über Madrigal, wo sie die Nonnen von Sa. Clara,
die der Chronist „ die Töchter des katholischen Königs” nennt,
vale ni es valido ni debe valer nada, y lo desatamos y anulamos y decimos
que por cuanto la muy alta infanta dona Catalina es mucliacha y de poca edad,
las palabras que dio de casamiento al dicho regidor no son validas, y tambien
porque la dicha infanta parece palomo blanco duendo; otrosi porque el
dicho regidor no podia ser casado, porque las coronicas antiguas dicen que
este regidor fue casado con dona Sancha de Lara, madre del conde Don
Bela, y tia de Pedro Bermudez, y esto fue en tiempo que la hija del conde
Fernan Gonzalez quiso entregar la villa de Gormaz al rey Almanzor de
Cordoba.