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Die Österreichischen Hofkünstler des XVI. — XVIII. Jahrhunderts
theilen sich: ä) in förmlich mit Decreten und Besoldung
anges teilte, die anfangs in monatlichen Raten fällig
war, und nur bis zu dem Todestage des Regenten (ausser sie
wurde vom Nachfolger übernommen) oder dem Austritte des
Künstlers, und wenn die Hofcasse ausreichte, bezahlt wurde;
6) in unbesoldete Titular-Ilofkünstler; c) mehrere
hatten den Titel Hofkünstler wegen ihrer vorübergehend an den
Hof gelieferten Arbeiten, so schrieb sich Raphael Donner, Hofgalanterie-Bildhauer;
d) Kammerkünstler, so genannt, weil
•sic ihren Gehalt aus der geheimen Kammer bezogen, über die
die Hofregesten am mangelhaftesten sind.
Ilieher gehören auch die kaiserlichen Kunstsammlungen,
dann die Kunstschule (Akademie) K. Leopold’s I. mit ihren
Adjuten. Ferner spricht er andeutend auf Wien’s Malersc hulen
im XV. und den späteren Jahrhunderten, und berichtiget Weinkopfs
Angabe in Bezug auf die von K. Leopold I. durch den 1692
aus Heidelberg berufenen Tiroler Peter Strudl, der in seinem
Adelsdiplom vom J. 1701 Praefectus Academiae nostrae genannt
wird. Ihr Locale war anfangs wahrscheinlich in Strudl’s (f 1714)
Hause, im sogenannten Strudlhofe, in der Währinger Vorstadt.
Nach mehrjähriger Pause trat sie 1725 unter Van Schuppen
w ieder in’s Leben und ward 1730 im gräfl. Altan’sehen Hause, dann
bei ihrer Erweiterung im J. 1732 ein Theil derselben gegen einen
Jahreszins im Wisent’schen Hause untergebracht. Herr Schlager
erwähnt weiter der Anstellung von Professoren, deren erster
Adolph Gustav Müller in der Kupferstechkunst im J. 1728 war,
und der Kunstscholaren, unter denen wir besonders Matthias Donner
und Pichler nennen. Im J. l74 3 / 3 wurde das Nebengebäude
der kaiserlichen Hofbibliothek und 174% der neue Saal des k. k.
Stallgebäudes vor dem Burgthore zum Locale der kais. Akademie
bestimmt. Im J. 1748 vereinte mau sie mit der Hofbaudirection
und unterstellte sie dem Hofbaudirector Grafen Sylva Taroucca
und seit 1750 dessen Nachfolger, dem Grafen Losy v. Losymthal.
Herr Dr. Adam Wolf legt der Classe zur Herausgabe folgenden
Aufsatz vor, der zum Abdruck in diesen Sitzungsberichten
bestimmt wurde.