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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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die  Idee  des  Menschen  allein  übrig  bleibe,  die  in  allen  Einzelnen
dieselbe,  wesentlich  die  Substanz  der  Menschheit  einmenge.
Spinoza’s  Raisonnement  nimmt  den  Ausdruck  depositis  aflfeetionibus
  völlig  so,  wie  man  von  Gewändern  spricht,  die  der  Träger ­
  an-  und  ablegt.  Er  beruft  sich  auf  den  Satz  prop.  I.  um  daraus
zu  folgern,  diese  Affectionen  Hessen  sich  von  der  Trägerin  trennen,
ohne  dass  diese  aufhörte  ,  Substanz  zu  sein.  Die  Substanz  ist  der
Rest,  der  zurückbleibt,  wenn  man  alle  Affectionen  subtrahirt,
und  weil  bei  verschiedenen  Substanzen,  wenn  man  ihre  Affectionen
subtrahirt  ,  ■  der  Rest  immer  wieder  nur  Substanz  sei  und  nichts
weiter,  so  folgt  seiner  Meinung  nach  ,  dass  diese  Mehreren  dann
aufhörten,  unter  sich  ein  Mehrfaches  ,  mehrere  Substanzen  zu
sein  ,  sondern  würden  alle  zusammen  in  die  Einheit  der  Substanz
zusammenfliessen.  Denn  denken  wir  uns  die  Substanz  X  mit  den
Merkmalen  a  ,  b,  c,  die  davon  verschiedene  Substanz  X'
mit  den  gleichfalls  verschiedenen  Merkmalen  a',  b 1 ,  c'  und  die  mit
keiner  von  Beiden  identische  X"  mit  den  Merkmalen  a",  b",  c",  so
wird  geschlossen:  Was  nach  Abzug  des  a,  b,  c  von  X  übrig  bleibt,
ist  Substanz;  w T as  nach  Abzug  des  a',  b',  c  von  X  restirt,
ist  svieder  Substanz  und  ebenso  der  Rest  von  X"  nach  Abzug
der  a",  b",  c";  es  ist  also  dieselbe  eine  Substanz,  die  in  X,
X',  X"  vorhanden  war..
Die  rein  logische  Natur  des  Fehlers,  der  hier  begangen  wird,
erhellt  am  Besten  aus  dem  Beispiel  eines  Schlusses,  der  ganz  auf
ähnliche  Weise  gebildet  wird.  Das  rechtwinklige  Dreieck  ist  ein
Dreieck,  das  spitz-  und  das  stumpfwinklige  auch;  was  nach  Abzug ­
  dieser  Merkmale  an  jedem  zurückbleibt,  ist  jedesmal  ein
Dreieck,  also  giht  cs  überhaupt  nur  Ein  Dreieck.  Die  Ungereimtheit ­
  dieses  Schlusses  ist  zu  offenbar,  um  nicht  gefühlt ­
  zu  werden.  Dass  sie  bei  dem  ersten  Schluss  weniger
auffallend  wird,  liegt  nur  in  dem  Umstand  ,  dass  gewiss  Jeder  von
uns  selbst  mehr  als  ein  Dreieck  ,  aber  Keiner  auch  nur  eine  Substanz ­
  je  w T ahrgenommen  hat,  und  die  Erfahrung,  die  uns  hier  verlässt ­
  ,  dort  uns  zu  Hilfe  kommt.  Dieselbe  Vermengung  dessen,
was  nur  vom  Begriffe  ,  mit  dem  was  vom  Gegenstände  gilt,  die
wir  oben  beim  Begriff,  der  Substanz  zu  rügen  Anlass  fanden,  kehrt
hier  wieder.  Wenn  ich,  um  bei  dem  gebrauchten  Beispiel  zu  bleiben ­
  ,  aus  dem  Begriff:  rechtwinkliges  Dreieck  den  Bestandtheil
            
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