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die Idee des Menschen allein übrig bleibe, die in allen Einzelnen
dieselbe, wesentlich die Substanz der Menschheit einmenge.
Spinoza’s Raisonnement nimmt den Ausdruck depositis aflfeetionibus
völlig so, wie man von Gewändern spricht, die der Träger
an- und ablegt. Er beruft sich auf den Satz prop. I. um daraus
zu folgern, diese Affectionen Hessen sich von der Trägerin trennen,
ohne dass diese aufhörte , Substanz zu sein. Die Substanz ist der
Rest, der zurückbleibt, wenn man alle Affectionen subtrahirt,
und weil bei verschiedenen Substanzen, wenn man ihre Affectionen
subtrahirt , ■ der Rest immer wieder nur Substanz sei und nichts
weiter, so folgt seiner Meinung nach , dass diese Mehreren dann
aufhörten, unter sich ein Mehrfaches , mehrere Substanzen zu
sein , sondern würden alle zusammen in die Einheit der Substanz
zusammenfliessen. Denn denken wir uns die Substanz X mit den
Merkmalen a , b, c, die davon verschiedene Substanz X'
mit den gleichfalls verschiedenen Merkmalen a', b 1 , c' und die mit
keiner von Beiden identische X" mit den Merkmalen a", b", c", so
wird geschlossen: Was nach Abzug des a, b, c von X übrig bleibt,
ist Substanz; w T as nach Abzug des a', b', c von X restirt,
ist svieder Substanz und ebenso der Rest von X" nach Abzug
der a", b", c"; es ist also dieselbe eine Substanz, die in X,
X', X" vorhanden war..
Die rein logische Natur des Fehlers, der hier begangen wird,
erhellt am Besten aus dem Beispiel eines Schlusses, der ganz auf
ähnliche Weise gebildet wird. Das rechtwinklige Dreieck ist ein
Dreieck, das spitz- und das stumpfwinklige auch; was nach Abzug
dieser Merkmale an jedem zurückbleibt, ist jedesmal ein
Dreieck, also giht cs überhaupt nur Ein Dreieck. Die Ungereimtheit
dieses Schlusses ist zu offenbar, um nicht gefühlt
zu werden. Dass sie bei dem ersten Schluss weniger
auffallend wird, liegt nur in dem Umstand , dass gewiss Jeder von
uns selbst mehr als ein Dreieck , aber Keiner auch nur eine Substanz
je w T ahrgenommen hat, und die Erfahrung, die uns hier verlässt
, dort uns zu Hilfe kommt. Dieselbe Vermengung dessen,
was nur vom Begriffe , mit dem was vom Gegenstände gilt, die
wir oben beim Begriff, der Substanz zu rügen Anlass fanden, kehrt
hier wieder. Wenn ich, um bei dem gebrauchten Beispiel zu bleiben
, aus dem Begriff: rechtwinkliges Dreieck den Bestandtheil