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und ihren Affeetionen. Also gibt cs auch nichts an sich, wodurch
mehrere Dinge von einander sich unterscheiden könnten, als deren
Substanzen oder was dasselbe ist, deren Attribute sammt ihren
Affeetionen.
Daraus folgt sogleich prop. V.: In der Natur der Dinge könne
es weder zwei noch mehrere Substanzen desselben Attributes geben.
Denn gäbe es mehrere, von denen eine nicht die Andere wäre (distincta),
so müssten sie sich nach vorhergehendem Lehrsatz unterscheiden
, entweder durch die Verschiedenheit ihrer-Attribute
oder ihrer Affeetionen. Unterscheiden sie sich durch die Verschiedenheit
der Attribute , so gibt man schon zu , es gebe nur immer
Eine desselben Attributes. Unterscheiden sie sich jedoch durch die
Mannigfaltigkeit ihrer Affeetionen , so leuchtet ein , dass die Substanz
, die ihrer Natur nach die Voraussetzung (prior) ihrer Affectionen
ist (ex prop. I), nach Abzug aller Affeetionen rein an sich
ihrem wahren Wesen nach betrachtet, von keiner andern sich unterscheiden
könne, daher es in Wahrheit nicht mehrere, sondern
nur eine Substanz desselben Attributs geben könne. Gibt es aber
nur immer eine Substanz desselben Attributs, so folgt prop. VI.,
dass keine von einer Andern hervorgebracht (produci) werden könne,
denn sonst müsste sie mit dieser nach ax. IV. und V. etwas gemein
haben , was begreiflicherweise nichts anders sein könnte, als ein
Attribut, während sie doch die einzige dieses Attributs sein soll. Als
unerschaffene mussnur nach prop. VII. die Substanz ihrer Essenz
zu Folge nothwendig, und nach prop. VIII. zugleich als unendliche
existiren, denn im Gegenfall müsste sie durch eine stärkere
Substanz desselben Attributs beschränkt werden, was gegen
prop. V. spricht, w T obei Spinoza stillschweigend die unerwiesene
Voraussetzung macht, dass Gleiches nur auf Gleiches beschränkt
werden könne. Diese Substanz nun, die unendlich und nothwendig
existirt, und deren Essenz die Existenz involvirt, ist Gott (Deus),
also existirt Gott nothw-endig und unendlich, und zwar mit unendlich
vielen Attributen, deren jedes die unendliche Essenz Gottes
ausdrückt, denn ad ejus essentiam pertinet, quiequid essentiam
exprimit et negationem nullam involvit, dann quaevis determinatio
esset negatio. Daraus folgt prop. XIV. wie oben, dass es ausser
Gott keine andere Substanz mehr geben könne, denn da Gott das
ens absolute infinitum ist, de quo nullum attributum , quod essen-