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essenliam exprimit, necessario existit”; und inprop. XIV: „praeter
Deum nulla dari neque concipi potent substantia”; es gibt überhaupt
nur eine Substanz und das ist Gott; und wie es in der folgenden
Proposition heisst: „Quicquid est, in Deo est, et nihil
sine Deo esse neque concipi potest”. Dieses in Deo esse , ist der
so sehr berüchtigte Pantheismus Spinoza’s, denn wenn Alles was
ist, in Gott ist, und Nichts ist, was nicht Gott ist, so
ist Alles Gott; Behauptungen , welche nicht verfehlt haben,
zu den gröbsten Missdeutungen Anlass zu geben, von deren
Beförderung Spinoza’s wahrhaft zu begeistert religiöses Gemüth
gewiss selbst am weitesten entfernt war. Zugleich enthalten
aber diese wenigen Sätze schon den Keim und Kern alles Folgenden;
denn est ist sodann nur eine nothwendige Consequenz, dass, da
nichts ausser Gott existirt, und Alles was ist, i n Gott ist, auch
die sogenannten endlichen Dinge, die natura naxurata, nichts sind
und sein können als Modilicationen der Gottheit, und zwar Modilicationen
ihrer unendlich vielen und unendlichen Attribute in unendlicher
Menge und auf unendlich verschiedene Weise; dass sonach
die Welt wesentlich Gott selbst (natura naturans), aber nur der
explicirte mannigfaltig gewordene Gott sei, der sich auf unendlich
vielfältige Weise kundgibt, oder um einen Ausdruck der modernen
Philosophie zu gebrauchen, bei welcher an die Stelle der Substanz
nur das Absolute oder die logische Idee tritt, und deren Resultate
die Verwandtschaft Spinoza’s nirgends verleugnen — es ist nur
die nothwendige Consequenz, dass die Welt „die sich selbst äusserlich
gewordene Gottheit” sei.
Dieser Hauptlehrsatz Spinoza’s ist es vornehmlich, welcher Allen
Denjenigen Anstoss geben muss, welche sich die unendliche, von
Spinoza selbst nicht geleugnete Mannigfaltigkeit der besondern Dinge
wohl als eine collective Allheit, aber keineswegs als die bloss vervielfältigte
Strahlenbrechung einer intensiven Einheit zu denken
vermögen. Herbart’s treffendes Wort: wo ein anderer Schein vorhanden
sei, da deute er nothvvendig auch auf ein anderes Sein,
dient diesen selbst dann zur Abwehr , wenn, wie die Monisten behaupten
, die Mannigfaltigkeit lediglich den Schein , die Einheit
das Sein trifft. Denn sie werden noch immer fragen, woher jene
Mannigfaltigkeit des Scheins, wenn darunter ein einziges, aller
Vielheit entbehrendes Sein zum Grunde liegt ? Hier ist der Punct