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gaben und Beurtheilungen Spinoza’s hervorgerufen. Wir wollen'
davon nur die tlieils Spinoza allein , tlieils ihm in Verbindung
mit Andern gewidmeten Arbeiten von Orelli, Auerbach , Sigwart,
Thomas, Helfferich, Keller und Schaarschmidt nennen,
ausführliche Beurtheilungen , die sich in grossem Werken wie
bei Jacobi, Herbart in der Metaphysik , Fichte d. J., Ulrici,
L. Feuerbach, u. A. finden, ungerechnet. Schliesslich wollen
wir nur daran erinnern, wie Vieles in Spinozistisclie Denkweise
einschlagend die Weltanschauungen mehrerer unserer grössten
Geister, selbst Göthe’s und Herder’s , so wie der meisten
unserer Dichter und vornehmlich Naturforscher enthalten.
Dieser logischen Consequenz gegenüber, die Spinoza’s stärkste
Schutzwehr ist, blieb die Kritik bisher nicht selten bloss
desshalb im Nachtheil, weil sie Moss au das grosse Ganze sich
haltend , dessen Resultate an ihrer eigenen Ueberzeugung mass
und verurtheilte, was wie der verstorbene Danzel in seinem
Leben Lessing’s treffend bemerkte „die schlechteste aller Kritik”
ist, weil dadurch Niemand , weder der Autor, den eine Kritik
ohnedies selten belehrt, noch der Leser , der statt der getadelten
nur eine neue Ansicht erhält, überzeugt wird. Soll eine philosophische
Kritik den streitigen Gegenstand wirklich aufhellen, so
muss sie es, unserer Ansicht nach, nicht verschmähen, demselben
bis in sein Detail nachzugehen, die Ansicht des Gegners, Begriff
um Begriff, Satz um Satz, Schluss um Schluss zu prüfen , und
nicht genug gethan zu haben glauben, wenn sie statt der Meinung
des Gegners bloss die eigene gesagt hat. Bei einem System dagegen,
dessen grösster Vorzug in der innern logischen Vollkommenheit
besteht, darf- die Kritik sich schon ein' Verdienst, mag es auch
ein geringes im Verhältniss zum Neubau sein, zuschreiben, wenn
sie nur auf eine nicht unwichtige Lücke im Bau des Systems selbst
aufmerksam gemacht hat. Und diess kleine Verdienst ist es allein,
zu welchem Schreiber dieses in diesem und den folgenden Vorträ-*
gen rücksichtlich Spinoza’s auch seinerseits ein Scherflein beizutragen
hofft. —
Zu diesem Zwecke eröffnet sich der unparteiischen Kritik
kein anderer Weg, als sich mit dem System an dessen Ursprung
zu versetzen und diess Fundament zu prüfen, auf welchem Spinoza
seinen logischen Prachtbau aufführt. Diese Uranfänge finden sich
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