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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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selbst  Bistlittmer  zu  erhalten,  welche  erst  im  fünfzehnten  Jahrhunderte ­
  theilweise  gelangen.  —  Die  spätere  Geschichte  bis  zur  gänzlichen ­
  Verdrängung  des  Bischofs  von  Passau  als  österreichischen
Oberhirten  durch  K.  Joseph  den  II.  Alles  diess  gäbe  eine  ungemein ­
  wichtige,  eine  äusserst  lehrreiche  Abhandlung,  ja  ein  ganzes
Buch.  Aber  wir  haben  ein  solches  Werk  noch  nicht,  ja  es  gibt
weitläufige  Geschichten  von  Oesterreich,  in  denen  dieser  Verhältnisse ­
  mit  keiner  Silbe  gedacht  wird!
Eine  zweite  Handschrift  der  Münchner  Hofbibliothek,  die  mir
aufstiess,  führt  uns  auf  ein  anderes  Feld.  Unter  der  modernen  Aufschrift: ­
  „Französische  Staatsbriefe  aus  dem  Anfang  des  XVI.  Jahrhunderts ­
  von  den  Regenten  und  Käthen  in  den  Niederlanden  und  in
Spanien”  hatte  der  bekannte  vielverdiente  Geschichtsforscher  Prälat ­
  und  General-Superintendent  Schmid  im  Jahre  1815  der  k.
baierischen  Akademie  der  Wissenschaften  in  München  eine  Handschrift ­
  von  40  Blättern  in  Quart  überreicht,  welche  die  Akademie
der  königlichen  Hofbibliothek  überliess  ,  wo  sie  die  Signatur  erhielt: ­
  Codex  gallicus  Nr.  141.  —  Diese  Handschrift  enthält  wichtige ­
  Briefe  und  Actenstücke  (worunter  nicht  wenige  Originale,  die
übrigen  Stücke  gleichzeitige  Copien)  aus  den  Jahren  1507—1530.
Darunter  mehrere  Originalbriefe  an  K.  Maximilian  I.,  von  seiner
Tochter  der  Statthalterin  Margarethe,  von  seinem  Enkel  Karl  V.
Dass  ich  diesen  wichtigen  Codex  ebenfalls  excerpirte  theilweise
vollständig  copirte,  ist  natürlich.
Unter  der  Signatur:  Codex  iconographicus  Nr.  398,  sind  auf
35  Blättern  Querfolio  verschiedene  Turniere  und  Gesteche  K.  Maximilians ­
  I.,  dann  des  Churfürsten  Ludwig  von  der  Pfalz  u.  s.  w.  abgebildet, ­
  aus  den  Jahren  1489,  1490,  1491,  1497,  1498,  1511.
Eine  willkommene  Ergänzung  zu  den  Ritterspielen  dieses  „letzten
Ritters”.  Ich  theile  in  der.  Beilage  III,  welche  die  von  mir  näher
untersuchten  Handschriften  verzeichnet,  die  dort  vorkommenden
Personen  sämmtlicher  Abbildungen  vollständig  mit.
Die  Handschrift:  Codex  italicus  Nr.  330  auf  Papier,  179
Quartblätter  stark,  enthält:  „Priino  libro  delle  Solennita,  guerre
et  altri  sucessi  nati  dopo  la  gran  dieta  fatta  in  Augusta,  sotto  al
potentissimo  Carlo  V.  Imperatore”  (1548).
Eine  sehr  umständliche  wirklich  interessante  Beschreibung
der  Hochzeitsfeierlichkeiten  bei  der  Vermählung  Maximilian’s  II.  mit
            
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