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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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dissimi  Patris  et  Domini  Alberti  Pataviensis  episcopi  per  infrascriptas
  Hofmarchias  habitanti?t»i  Officialibus  nouis  et  veteribus  nec
nun  dei  hominibus  et  colonis  Ecclesie  inquisitione  diligenti  conscriptum
  et  presens  registrum  de  dictis  redditibus  subnotauimus
infrascriptis.  Anno  domini  M°.  CCC".  XXiiij'V’
Die  Bezüge,  welche  verzeichnet  sind,  werden  (auf  dem  Umschlag) ­
  angegeben,  wie  folgt:  „In  Swabdorff,  in  IloffmarchiaWyennensi—
  In  civitate  Wiennensi,  Vinee  in  Newinburga  claustrali,  in
Zaysellmawr,  in  civitate  S.  Ypoliti,  in  Mautern,  ad  castrum  in  Schonpuhl, ­
  in  Peczenkirchen,  in  Amstetten,  in  Glewsz,  in  Curiis  villicalibus
  circa  Ebelsperg,  in  Euerdingeu,  in  Schertenberg,  in  Vieclitenstain,
  in  Obernperg,  in  Ort,  in  Velden.  Cathedraticum  de  ecclesiis
parrochialibus.”  Vogtei  auf  dem  Windberg  zu  Velden.  15  Jahrh.
Ich  glaube  durch  die  Mittheilung  dieser  werthvollen  Quelle,
welche  sich  am  besten  für  das  „Archiv  zur  Kunde  österreichischer
Geschichts-Quellen'’  eignet,  eine  willkommene  Ergänzung  der  so
reichen  Sammlung  Passaviensia  in  den  „Monumentis  boicis”  zu
liefern.  (Beilage  II.  folgt  später  im  Archiv)..
Mit  Hilfe  dieses  werthvollen  „Registrum”  wird  es  möglich  sein,
endlich  einmal  über  das  zeitlicheBesitzthum  des  Bischofs  von  Passau
  in  Oesterreich  wo  nicht  gänzliche  Klarheit  und  allseitige  Gewissheit ­
  doch  bedeutende  Aufklärung  und  jenes  Verständnis  der
Verhältnisse  zu  erhalten,  das  bisher  fast  gänzlich  mangelte,  obschon
man  den  Mangel  nicht  einmal  fühlte.
Das  ist  ja  eben  das  ganz  Erbärmliche  unserer  vaterländischen
Geschichte,  dass  sie  sich  bisher  so  ganz  auf  das  Alleräusserlichste
beschränkte;  unsere  „sogenannte”  Geschichte  ist  nichts  weiter  als
eine  höchst  oberflächliche  Aufzählung  von  Begebenheiten,  die  nichts
anderes  erzielten  als  —  den  Wechsel  der  Herrs  ch  aft,  als  ob  es
genügte  zu  wissen,  wie  nach  und  nach  alles  zusammen  gekommen ­
  unter  einen  Herrn.
Ist  Geschichte  nichts  weiter  als  ein  Aggregat  von  Schlachten
und  Erbschaften,  dann  brauchte  man  nichts  weiter  als  eine  chronologische ­
  oder  etwa  zum  Ueberfluss  eine  synchronistische  Tabelle
mit  genauen  Jahrzahlen.
Geschichte  soll  aber  die  Zustände  aller  Stän  de  abspiegeln,
und  alle  ihre  Verhältnisse  beleuchten.  Das  ganze  reiche  volle
Geben  und  seine  wechselvollen  Ereignisse  sollen  in  der
            
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