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Hoflager angetreten zu haben ; wenigstens beschreibt er die Cortes,
die der Kaiser nach Valladolid einberufen hatte, als Augenzeuge,
schildert die anlangenden Procuradores in possenhaften
Vergleichungen, und gedenkt nur dankbar derjenigen, die auch ihm,
dem Hofnarren, einen servicio bewilliget hatten, wie z. B. des
Procurador’s von Sevilla Garci Tello und seines Bruders Gomez,
„die stets mit ihren Almosen den Chronisten Don Frances unterstützt
haben” (Fol. 35: y ayudaron siempre con sus limosnas ä el
coronista Don Frances), und des Kammerherrn des Kaisers Don
Francisco, des Sohnes Don Alonso’s de Aguilar, und Procurador’s
von Cordoba, „der als der Kaiser seinen Einzug in Cordoba hielt,
diesem Chronisten seinen carmesinrothen mit vveissem Damast gefütterten
Rock zum Geschenke machte” (Fol. 35 v°. Este Don
Francisco, cuando el Emperador entrö en Cordoba, su ropa carmesi
aforrada en damasco blanco la diö a este coronista Don Frances);
woraus man zugleich sieht, dass damals die mittelalterliche
Sitte, solcheLustigraacher (juglares, albardanes) an den Höfen mit
selbstgetragenen Kleidern zu beschenken, noch fortbestand *).
Er befindet sich dann im Gefolge des Kaisers auf seinem Feldzuge
gegen die Franzosen in Navarra, und bei der Belagerung und
Einnahme von Fuenterabia im J. 1523, wobei er freilich mehr mit
der Zunge als mit dem Schwerte seine Hiebe austheilte ~). Von
l) Doch klagt schon unser Chronist selbst über die Abnahme dieser Sitte ;
denn bei Eröffnung der Festlichkeiten in Zaragoza im Jahre 1518, welche
die Stände von Aragon dem K. Karl V. bei der Eidesleistung gaben, sagt
er (Fol. 12): ,,E1 rey fue jurado por Rey y senor, y hicieron muchas
fiestas de justas, y torneos, y juegos de caiias, y de placer que hubieron,
todos los vestidos daban a los albardanes, lo que hoy por los pecados
de las Espanas nose liace nihar ä.”
3 ) So beweist z. B. folgende, freilich in seinem gewohnten burlesken Tone
gehaltene Stelle des Cap. XIX., dass er als Augenzeuge und Zungenhcld
diesen Feldzug mitmachte (Fol. 41) : „En el dicho ano llegaron ä su
Mag. catölica algunas gentes, armadas, y otros de los Grandes, y una
manana entrö un capitan, llamado Meneses de Bobadilla, con su gente de
armas bien ä punto de guerra, y como el dia hacia nublado y era invierno,
con la ruciada que ä este capitan cayö en las barbas, dijoeste autor
donFrances; que parecia podenco, que liabia comido ahujas (sic) en molino,
6 cesto lleno de tulliduras de halcon. El Emperador entrö muchas veccs
en consejo con los Grandes que ahinos hallamos, sobre lo que se
liabia de hacer, para engordar a don Alonso deFonseca, arzobispo de Santiago,
que desde ä quince dias fue de Toledo etc.”