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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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fochten  habe,  welches  letzterer  den  Rebellen  von  Toledo  am  St.
Blasientage  des  Jahres  1522  lieferte  und  das  mit  deren  gänzlicher
Besiegung  und  der  Flucht  der  Wittwe  des  Padilla  endete*).
Doch  er  mag  selbst  sprechen  und  zugleich  eine  charakteristische
Probe  seiner  Darstellnngsweise,  seiner  Verbindung  des  blutigsten
Ernstes  mit  possenhaften  Einfällen  und  Selbstpersiflage  geben.
„Sobald  als  der  Prior  die  Stadt  (Toledo)  zur  Unterwerfung ­
  gezwungen  hatte,  ersuchte  er  im  Namen  Seiner  Majestät
den  hochwürdigsten  Don  Gabriel  Merino,  Erzbischof  von  Barri,
Bischof  von  Jaen,  dass  er  das  Regiment  über  die  Stadt  übernehme, ­
  da  sich  seine  durch  Kraft  und  Wissen  ausgezeichnete
Persönlichkeit  dazu  eigne.  Und  also  that  man;  aber  schon  wenige ­
  Tage  darnach  vernahm  man,  dass  die  Comuneros  heimlich
gegen  die  Anhänger  des  Kaisers  Anschläge  schmiedeten.  Und
allsogleich  bewaffnete  sich  dieser  Chronist  Don  Frances  und  mit
ihm  der  Erzbischof  von  Barri  und  viele  andere  Cavaliere,  und  sie
hatten  einen  so  harten  Strauss  zu  bestehen,  dass  der  Chronist  den
Krieg  zum  Teufel  wünschte.  Dieser  Don  Frances  glich  also  bewaffnet ­
  dem  Männlein  an  der  Uhr  von  San  Martin  de  Valdeiglesias  2 ),
und  der  Erzbischof  von  Barri  einem  eben  aus  dem  Flusse  herausgezogenen ­
  Aale  oder  einer  durch  die  Schwindsucht  abgemagerten
Mähre”  3 ).
Bald  nach  der  Rückkehr  des  Kaisers  nach  Spanien  im  J.  1522
scheint  unser  Chronist  schon  seinen  Dienst  als  Lustigmacher  am

1  )  vgl.  Sandoval,  Historia  de  la  vida  y  hechos  del  emperador  Carlos  V.
Lib.  VIII.  §.  37.
3)  Unser  Geschichtschreiber  muss,  wie  die  meisten  geistig  grossen  Männer,
von  kleiner  schmächtiger  Person  gewesen  sein,  denn  an  mehreren  anderen
Stellen  vergleicht  er  sich  auch  mit  einem  „Schneiderlein”  (sastrecillo).
3 )  Cap.  VI.  Fol.  18 vo  Duego  que  el  Prior  allanö  la  ciudad,  rogö  de  parte
de  su  Mag.  al  reverendisimo  Don  Gabriel  Merino,  arzobispo  de  Barri,
obispo  de  Jaen,  por  cl  esfuerzo  y  saber  de  su  persona  que  entendiese
en  la  gobernacion  de  la  ciudad.  Y  asi  se  hizo,  y  desde  a  pocos  dias  se
entendio  que  los  Comuneros  secretamente  traian  trato  contra  los  que  la
voz  del  Emperador  tenian.  Y  luego  cste  coronista  Don  Frances  tue  armado,
  y  con  el  [el]  arzobispo  de  Barri  y  otros  muchos  Caballeros,  y  pelearon
  tan  duramente  que  el  coronista  daba  ä  el  diablo  la  guerra.  Este
Don  Frances  armado  parecia  hombrecillo  de  reloj  de  San  Martin  de  Valdeiglesias, ­
  y  el  arzobispo  de  Barri  anguila  rccien  sacada  del  rio,  6  roein
flaco  con  desmayos.
            
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