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uns stets verband, beschwöre ich dich, dass, wenn du in den
Himmel kommst — woran ich bei deinem guten Lebenswandel
nicht zweifle — du Gott bittest, er möge meiner armen Seele
gnädig sein.” — „Knüpf mir einen Faden an meinen kleinen
Finger, damit ich nicht darauf vergesse,” antwortete DonFrances.
Und das war sein letztes Wort, denn gleich darauf starb er *).
Wenn den beiden letzten Anekdoten eine Thatsache zu
Grunde liegt 3 ), so ist unser lustiger Rath wohl tragisch und
wahrscheinlich an den Folgen eines Raufbandeis gewaltsamen
Todes gestorben, hat aber seine ironische Rolle bis zum letzten
Worte gut gespielt. Ja er hat auch noch seinen Biographen auf
den Weg närrischer Verkehrtheit nachgelockt, indem ich so seinen
Lebenslauf „in aufsteigender Linie” zu erzählen begonnen habe.
Ueber seine früheren Schicksale sind aber auch die Stellen seiner
Chronik, in denen er seiner eigenen ihm wenigstens sehr wichtigen
Person und seines Antheils an den Staatsactionen mit mehr Aufrichtigkeit
und Selbstironie als mancher Held und Staatsmann gedenkt,
die einzige Quelle, die mir zu Gebote stand.
Nach der Stelle, in welcher er zuerst seines lieben Ichs erwähnt,
scheint es, dass er im Bürgerkriege der Coraunidades von
Castilien in der königlichen Truppe unter der Anführung des Prior’s
der Johanniter Don Antonio de Züniga und des Don Gabriel Merino,
Erzbischofs von Barri, gedient und in dem Treffen mitge-*)
Pol. 38 v0 -; Vinole ä ver Perico de Ayala, trnlian del Marques de Villena.
Viendo que se queria morir, dijole: Hermano don Frances, ruegote por
la grande amistad que siempre hemos tenido, que cuando estes en el
cielo, lo eual yo creo serä asi, segun ha sido tu buena vida, ruegues a
Dios que liaya merced de mi änima. — Respondio: Atame un hilo ä este
dedo menique, no se me olvide.— Y esta fue la postrera palabra, y luego
murio. — Noch kommen liier ein paar Anekdoten vor mit der Angabe
dass sie von Don Frances herrühren, unter den Rubriken: De apodos,
Fol. 115 ve 'i und De apodos de algunos pueblos, Fol. 149, die aber so wie
die übrigen unter der Rubrik: De truhanes stehenden entweder platt sind,
oder ihre Pointe in unübersetzbaren Wortspielen haben.
2 ) Wenn er selbst (in der Schlussstelle seiner Chronik nach unserer Handschrift,
die ich später ganz anführen werde) von einer Wunde spricht, die
seinem Leben ein Ende zu machen drohe, so ist das wohl mehr Scherz,
da die ganze Stelle ironisch gehalten ist, und die Wunde als eine Reliquie
von der Zeit seiner Kindheit und, wie es scheint, von einer Beschneidung
herrührend bezeichnet wird, was eher darauf deuten könnte, dass
nicht ganz reines blaues Blut in seinen Adern geflossen sei ?