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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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104  Musikalien,
31  Faszikel  Flugschriften,
10  Cahiers.
4  Stellen  voll  Dissertationen,
5  Stösse  Göttinger  Anzeigen,
1  Pack  ungebundener  Bücher.
Zusammen  20920  Nummern,  gewiss  eine  höchst  ansehnliche ­
  Bereicherung!  —
Man  nehme,  dass  diese  Stücke  nur  ausgewählt  wurden,
von  den  übrig  gebliebenen  wurden  die  gelehrten  Anstalten,
Gymnasial,-  Lyceal-  auch  Stadt-Bibliotheken  bereichert.  —
Aus  dem  letzten  Stifte  (Polling)  wurden  auch  sehr
interessante  Archivalien  nach  München  gebracht  zum  Beispiele:
1)  Original-Correspondenz  des  Churfürsten  Max.  Emanuel  von
Bayern  in  15  Folio-Bänden.  Wie  kam  diese  nach  Polling?
Aus  der  Verlassenschaft  des  churfürstlich  geheimen  Cabinets-Secretärs
  von  Wilhelm,  dessen  Sohn  hier  im  Kloster ­
  starb!—
2)  Geheimes  Kanzlei-Expeditions-Protokoll,  zu  Brüssel  in
den  Jahren  1703  —1710  geführt,  in  zwei  Foliobänden.
3)  Original-Correspondenz  des  am  bayerischen  Hofe  angestellten
kaiserlichen  Gesandten  Freiherrn  von  Widman  aus  den
Jahren  1749—1752  in  25  Bänden,  mit  einem  Summariuin
derCorrespondenz  von  1744  —1756.  (Also  ein  Austriacum  !)
Probst  Franz  von  Polling  hatte  diese  geheimen  Papiere  in
der  öffentlichen  Auction  der  Widman’schen  Verlassenschaft
ersteigert!  —
Die  in  der  Münchner  Hofbibliothek  aufgespeicherten  Handschriften, ­
  deren  Zahl  über  22000  steigt,  sind  von  gelehrten
und  unermüdlich-fleissigen  Bibliotheks-Beamten  katalogisirt  worden,
  leider  liegt  bis  jetzt  nur  der  Katalog  der  griechischen
Handschriften  im  Drucke  vor  zur  Benützung  der  Philologen.  —
Handschriftliche  Kataloge  über  die  vielen  Handschriften
anderer  Fächer  sind  allerdings  bereits  vorhanden,  insbesondere
aber  wurden  die  historischen  Handschriften  von  dem  gelehrten ­
  und  biedern  Akademiker  und  Untex--Bibliothekar  S  chmelier
mit  dem  mühsamsten  und  gewissenhaftesten  Fleisse  bearbeitet;
Myriaden  von  grösseren  oder  kleineren  Zetteln  enthalten  die  spe-
            
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