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Er selbst äussert sich in der Zuschrift an die kaiserliche
Akademie, welche dem Mannscripte beigelegt ist, über seine Leistungen
wie folgt:
„Ein nach dem Originale redigirter Codex, welcher über
„200 Urkunden aus den Zeiten des 11. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
umfasst, wäre an sich schon der Aufmerksamkeit wür-„dig.
Ueberdiess ist der Inhalt der Urkunden von höchstem historischen
Interesse. Ich glaube nicht, dass eine Sammlung von Urkunden
bestehen wird, welche in einem so zusammenhängenden
„abgeschlossenen Ganzen so viel Licht über die damaligen
„administrativen, feudalen und gesellschaftlichen Zustände jener
„Zeit zu verbreiten im Stande wäre. Die Art und Weise, auf wel-„che
in dieser Gränzstätte deutscher und italienischer Bevölkerung
die Sprache, Gesetze und Sitten beider Stämme mit einander
in Berührung traten, ist deutlich daraus zu entnehmen. So
„manche Irrthümer, die sich in die Begriffe der lombardischen
„rjastaldiones, scariones, arimanni und dergleichen und überhaupt
in die Ansicht über lombardische Verwaltungsweise einge-.,schlichen
haben, werden daraus klar berichtiget. Die vielen darin
„erwähnten Aufzeichnisse über die öffentlichen Gerichtstage, die
„uralten placita und malla geben ein treues Bild dieser ehrwürdigen
Institution. Mit Deutlichkeit wird darin Aufschluss gegeben,
„auf welche Weise die Finanzgebarung jener Zeit gehandhabt
„wurde.— Die im II. Thcile enthaltene Bergwerks-Ordnung ist die
„älteste Deutschlands. Dass der Ursprung und die erste Geschichte
„der Geschlechter von Arco, Castelbarco, Cles, Lodron, Thun,
„Terlago, Madruz darin vergraben liegt, bedarf keiner nähern
„Erörterung. Da ferner eben in jener Zeit durch die Kämpfe der
„Kaiser mit den lombardischen Städten, und durch die damit in
„Verbindung stehenden Züge der Ezzeline nach Trient, so wie Späher
durch die Kämpfe der Bischöfe von Trient mit den Grafen
„von Tirol, der Süden dieses Landes in nähere Berührung mit
„der grösseren Geschichte trat, so überträgt sich dieses Moment
„von selbst auch auf die Urkunden, welche hierüber sprechen.
„Der Ursprung der Grafen von Tirol selbst, ihre Ausbreitung
„auf Kosten der Grafen von Eppan und Flavon und vieler kleinerer
Vasallen, ist aus dem Codex Wangianus zu entnehmen.
„Das Interesse für die allgemeine Geschichte steigert sich