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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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kamen  sie  an  ein  Dorf,  das  Jobuä  l )  heisst.  Sojüti  sagt  in  seinem
Commentar  zu  den  Ueberlieferungen  des  Ibn  Mädfche  a )  :  Ebuä 3 ),
oder  Jobua 4 )  ist  ein  Ort  in  Palästina,  zwischen  Askalon  und
Remle.  Hier  besuchten  sie  das  nicht  fern  gelegene  Grab  des  Ebi
Horeire.  Nun  zogen  sie  durch  die  Ebene  bis  nach  Osdud  fort,  wo
das  Grab  des  Selmän-el-färsi.  Von  Osdud  zogen  sie  nach  Hamame,
  einem  Dorfe;  von  diesem  nach  dem  Dorfe  Medichdel  Askalän ­
  und  von  da  nach  Askalän,  das  den  Beinahmen  Arüs-eth-Schäm,
  d.  i.  die  Braut  von  Syrien,  führt.  Ilanbeli  sagt:  „Askalän ­
  war  eine  der  schönsten  Städte.  Der  König  Sfaläh-od-din  verwüstete ­
  sie  im  Monate  Scha’bän  des  Jahres  587  und  so  blieb  sie
bis  jetzt.”  Daselbst  ist  eine  grosse  Capelle,  von  irgend  einem  der
fatimidischen  Clialifen  erbaut,  an  der  Stelle,  wo  das  Haupt  Huseins
begraben  sein  soll.  Askalän  hat  viele  Wallfahrtsorte,  die  Mauern
und  Thürme  sind  eingestürzt  und  jetzt  an  deren  Stelle  Gärten,
wo  Obstbäume  und  Weinreben  in  Menge  gedeihen.  Von  hier  begaben
sie  sich  nach  Ghafe;  auf  dem  Wege  kamen  sie  an  dem  Dorfe  Berberä
  vorbei;  von  ferne  sahen  sie  das  Dorf  Beit  Hänün  s ),  wo  der
Prophet  Hänün  begraben  sein  soll.  Eine  halbe  Stunde  vor  Ghafe
kam  ihnen  zum  Willkommen  Ahmed  Dfchelebi-efch-Schämi-od-Dimefchki
  entgegen,  des  Scheichs  Freund  und  Schüler,  der  einige
Zeit  in  Damaskus  sich  den  Wissenschaften  ergeben  hatte.  Die
Gelehrten  und  Angesehenen  der  Stadt  kamen,  ihn  zu  begrüssen.
Bei  dieser  Gelegenheit  sprach  der  Scheich  ein  langes  Gedicht,  wovon ­
  wir  folgende  liebliche  Verse  geben:
Dass  doch  frischer  Regen  Ghafa’s  Flur  stets  tränke
Und  Ostwind  stets  dorthin  seine  Rosse  lenke  I
0  ihr  Blumen,  duftet  in  den  Hainen  dort,
0  ihr  Tauben,  girret  in  der  Zweige  Hort!
Weint  der  Himmel  seine  Thränen  hin  im  Thau
Dann  sogleich  lacht  überall  die  Au;

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