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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

35, i ?
el-Üdfchä  führe  auch  den  Namen  Nehr-Ebi-Futhris
Dieser  Fluss  ist  nördlich  von  Remle  und  entspringt  am  Fusse  des
Berges  Dfchebel-el-Chalil;  von  der  Mündung  dieses  Flusses  bis  zu
seiner  Quelle  ist  nicht  ganz  eine  Tagreise  Wegs.  Vom  Ufer  dieses
Flusses  zogen  sie  nun  weiter,  bis  sie  zur  Capelle  des  Ibn  Alim  kamen.
Diese  Capelle  ist  gross,  von  Mauern  umgeben,  worin  ein  Thor,  das,
wenn  nicht  Wallfahrtszeit  ist,  geschlossen  bleibt.  Dieser  Wallfahrtsort ­
  ist  weit  von  jeder  menschlichen  Wohnung  entfernt,  am
Ufer  des  Meeres  gelegen  und  es  wohnt  niemand  daselbst;  in  der
Kiste,  die  am  Haupte  des  Scheichs  Ihn  Alim  steht,  um  die  frommen ­
  Gaben  aufzunehmen,  fand  er  einen  Bienenschwarm,  der  daselbst ­
  Honigwaben  baute.  Eine  wunderbare  Begebenheit,  die  sich
mit  einen  Manne  zutrug,  der  in  des  Scheichs  Begleitung  war,  ist
folgende:  Der  Mann  vergass  ein  Schreibzeug  von  Messing  in  dem
Grase  während  der  Reise;  man  zog  weiter  bis  zum  Grabe  Ibn
Alim’s.  Der  Mann  dachte  nicht  eher  an  das  Schreibzeug,  als  am
Grabe,  da  betete  er:  „0  mein  Herr,  Ali  Ibn  Alim,  ich  verlor  das
Schreibzeug,  und  kam  um  zu  Dir  zu  wallfahrten,  unter  Deinem
Schutze.”  Hierauf  begaben  sich  die  Reisenden  nach  Aegypten,
und  dort  traf  jener  einen  Mann,  der  ihm  sagte:  „Nimm  diess
Schreibzeug,  es  ist  das  Deine.”  So  erhielt  er  sein  Schreibzeug
wieder,  mit  dem  Segen  des  Scheichs.  —  Tags  darauf  zogen  unsere
Reisenden  weiter,  begleitet  vom  Segen  des  Scheichs  Ibn  Alim,
bis  sie  das  Gebiet  von  Jafa  erreichten,  wo  sie  im  Kloster  der  Armener
  abstiegen,  das  mit  Thürmen  wie  ein  festes  Schloss  aussieht.
In  Jafa  hielt  sich  unser  Scheich  nicht  auf,  sondern  zog  weiter,  bis
in  der  Ferne  eine  aus  Stein  und  Mörtel  erbaute  Kuppel  erschien,
wo  das  Grab  des  Selmet  Ibn-el-Ekwa’  2 ),  eines  der  Genossen  des
Propheten,  ist.  Hierauf  kamen  sie  an  der  Stadt  Sfarfend  8 )  vorbei,
wo  Lokmän  der  Weise  begraben  sein  soll.  Hernewi  sagt:  „Lokmän
  sei  in  Jemen,  auf  einem  Berge  der  La’a  heisst,  begraben,
oder  in  der  Nähe  eines  Ortes,  der  Läat-’Aden  heisst.”  Hierauf

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