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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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elenden  Gebäude  liegt  in  Trümmern.  Die  alte  Moschee  liegt  nun
ausserhalb  der  Stadt  westlich  von  derselben;  rund  um  die  Moschee
herum  sind  Gräber  und  von  alten  Bauten  ist  in  der  Nähe  der  Moschee ­
  nichts  mehr  übrig  als  ein  Stadtviertel  nördlich  von  der  Moschee, ­
  das  jetzt  zu  einem  Dorfe  herabgesunken,  denn  die  Stadt  liegt
ferne  davon.  Soweit  el-Hanbeli.  Hierauf  besuchte  unser  Scheich
die  Gräber  der  vorzüglichsten  mohammedanischen  Heiligen;  unter
andern  sah  er  auf  dem  Grabe  des  Scheichs  Ebu-l-Aun-el-Ghusi 1 ),
das  sich  auf  einem  besonderen  Platze  befindet  und  worüber  eine
Kuppel  gebaut  ist,  auf  einer  Steinplatte  in  der  Mauer  folgende  Inschrift: ­
  „Es  ist  der  hohe  Befehl  des  Sultans  el-Ghüri,  dass  niemand ­
  die  Kinder  des  Scheichs  Ebü’l-’Aun,  seine  Angehöi’igen,  Diener
und  Gefolge  belästige,  sondern  jeder,  der  sie  sieht,  ehre  und  hoclinchte
  sie,  und  wenn  sich  jemand  in  ihren  Schutz  begibt,  so  belästige
ihn  niemand.”  Dieser  Scheich  Ebü’l-Aun  starb  Im  Jahre  900  in
Remle.  Hierauf  besuchte  er  die  Moschee  Dfchämi’-el-Abjadh.
Hanbeli  sagt,  diese  Moschee  sei  von  Soleiman  Ben  Abd-el-Melik
erbaut  worden;  in  dem  Vorhofe  der  Moschee  ist  ein  Keller,  in  dem,
wie  man  sagt,  der  Prophet  Ssälih  begraben  sein  soll.  Zur  Zeit  des
Sultans  Sfalläh-od-din  ward  die  Moschee  erneuert,  im  Jahre  586.
Als  der  Melik-od-Dhähir  Beibars  Jäfä  im  Jahre  666  eroberte,  erbaute ­
  er  die  Kuppel,  die  ober  dem  Mihräb  ist,  sowie  einen  Minaret
anstatt  dessen,  der  früher  dastand  und  zerstört  ward.  Nachdem
unser  Scheich  auf  diese  Art  mehrere  Tage,  beschäftigt  mit  dem
Besuche  der  heiligen  Oerter  und  in  wissenschaftlichen  Unterredungen, ­
  zugebracht  hatte,  verliess  er  Remle,  um  sich  nach  Ersüf
zu  begeben,  wo  am  Ufer  des  Meeres  das  Grab  des  Scheich  Ali-Ibn
  Alim  ist.  Ueber  dem  Grabe  ist  eine  schöne  Capelle  mit  hohem
Minaret.  Als  der  Melik-od-Dhähir  Jäfa  und  Ersüf  eroberte,  wallfahrtete
  er  zu  diesem  Grabe,  brachte  Gelübde  und  fromme  Gaben ­
  dar  und  betete  an  diesem  Grabe  zu  Gott,  auf  dass  er  ihm
den  Sieg  verleihe.  Jedes  Jahr  ist  im  Sommer  daselbst  eine  Wallfahrt, ­
  zu  der  sich  die  Leute  von  weit  und  breit  einfinden.  Von
hier  zogen  nun  unsere  Reisenden  fort,  bis  sie  zu  den  Mühlen  am
Nehr-el-Udfchä 3 )  kamen.  Kalkafchendi  sagt:  Der  Nehr-‘)

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3 )
            
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