nicht daselbst auf, sondern zogen bis zu einer Quelle, die : Ain-es-Sultän
heisst, weiter, wo sie im Schatten ausruhten. Abends kehrten
sie zum Grabe des Mofes zurück und folgenden Tags nach Jerusalem,
vorbei an dem Dorfe Elaferije, kamen sie nach Dfchusmanije,
einem alten Bau in der Tiefe des Thaies, wo das Grab der
Maria, der Tochter Amrans, und hierauf erreichten sie Jerusalem.
Nach vierzehntägigem Aufenthalte in Jerusalem beschloss unser
Scheich, seine Weiterreise anzutreten; die gelehrten und angesehenen
Männer der Stadt, die der Wissenschaft Beflissenen und
seine Schüler versammelten sich um ihn und begleiteten ihn ein
Stück Wegs. Das erste Dorf, was sie passirten, war Beit Iksal 1 ),
dann Beit Bikja 2 ), wo sie in einem für die Reisenden bestimmten
Hause abstiegen. Folgenden Tages zogen sie weiter, vorbei an
dem Dorfe Beit Sir a s), nach Remle (Ramla). Diese Stadt ward
von Soleimän Ben Abd-el-Melik erbaut; doch soll Abd-el-Melik
eigentlich nur die Stadt neu aufgebaut und das in Verfall gerathene
erneuert haben, denn es ist eine alte Stadt. Ilanbeli sagt in seiner
Geschichte: Remle ist mitten im Lande Palästina in einer
Ebene gelegen, reich an Bäumen und Palmen, rund um die Stadt
herum sind viele »Saaten und Pflanzungen. Ehemals war es eine
grosse, mächtige Stadt, sie ist von Mauern umgeben und hat ein
Castell. Die Thore der Stadt sind zwölf, worunter die Thore
Bab - el-K uds, Bäh - Askalän, Bab Jäfä, Bäh J äfüd, Bab
Näblos noch jetzt bestehen; sie hat vier ununterbrochene Märkte,
die sich von vier Thoren bis zur grossen Moschee erstrecken;
im Gebiete der Stadt lagen einst viertausend Dörfer. Der Sultänel-Melik
Ssaläh-od-din riss das Castell nieder im Jahre 587. Jetzt
ist in Remle von allem dem nichts mehr zu sehen; die alten Mauern
und Märkte sind eingestürzt während der fast hundertjährigen
Herrschaft der Franken. Nicht der dritte, ja nicht der vierte
Theil der Stadt ist übrig. Zur Zeit des Königs el-Melik-en-Nafsir
Mohammed Ben Kilawun ward eine Moschee und ein Minaret erbaut,
doch der grösste Theil der jetzt in der Stadt sich vorfin-