Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

nicht  daselbst  auf,  sondern  zogen  bis  zu  einer  Quelle,  die  : Ain-es-Sultän
  heisst,  weiter,  wo  sie  im  Schatten  ausruhten.  Abends  kehrten ­
  sie  zum  Grabe  des  Mofes  zurück  und  folgenden  Tags  nach  Jerusalem, ­
  vorbei  an  dem  Dorfe  Elaferije,  kamen  sie  nach  Dfchusmanije,
  einem  alten  Bau  in  der  Tiefe  des  Thaies,  wo  das  Grab  der
Maria,  der  Tochter  Amrans,  und  hierauf  erreichten  sie  Jerusalem.
Nach  vierzehntägigem  Aufenthalte  in  Jerusalem  beschloss  unser
Scheich,  seine  Weiterreise  anzutreten;  die  gelehrten  und  angesehenen ­
  Männer  der  Stadt,  die  der  Wissenschaft  Beflissenen  und
seine  Schüler  versammelten  sich  um  ihn  und  begleiteten  ihn  ein
Stück  Wegs.  Das  erste  Dorf,  was  sie  passirten,  war  Beit  Iksal 1 ),
dann  Beit  Bikja  2 ),  wo  sie  in  einem  für  die  Reisenden  bestimmten
Hause  abstiegen.  Folgenden  Tages  zogen  sie  weiter,  vorbei  an
dem  Dorfe  Beit  Sir  a  s),  nach  Remle  (Ramla).  Diese  Stadt  ward
von  Soleimän  Ben  Abd-el-Melik  erbaut;  doch  soll  Abd-el-Melik
eigentlich  nur  die  Stadt  neu  aufgebaut  und  das  in  Verfall  gerathene
erneuert  haben,  denn  es  ist  eine  alte  Stadt.  Ilanbeli  sagt  in  seiner ­
  Geschichte:  Remle  ist  mitten  im  Lande  Palästina  in  einer
Ebene  gelegen,  reich  an  Bäumen  und  Palmen,  rund  um  die  Stadt
herum  sind  viele  »Saaten  und  Pflanzungen.  Ehemals  war  es  eine
grosse,  mächtige  Stadt,  sie  ist  von  Mauern  umgeben  und  hat  ein
Castell.  Die  Thore  der  Stadt  sind  zwölf,  worunter  die  Thore
Bab  -  el-K  uds,  Bäh  -  Askalän,  Bab  Jäfä,  Bäh  J  äfüd,  Bab
Näblos  noch  jetzt  bestehen;  sie  hat  vier  ununterbrochene  Märkte,
die  sich  von  vier  Thoren  bis  zur  grossen  Moschee  erstrecken;
im  Gebiete  der  Stadt  lagen  einst  viertausend  Dörfer.  Der  Sultänel-Melik
  Ssaläh-od-din  riss  das  Castell  nieder  im  Jahre  587.  Jetzt
ist  in  Remle  von  allem  dem  nichts  mehr  zu  sehen;  die  alten  Mauern
und  Märkte  sind  eingestürzt  während  der  fast  hundertjährigen
Herrschaft  der  Franken.  Nicht  der  dritte,  ja  nicht  der  vierte
Theil  der  Stadt  ist  übrig.  Zur  Zeit  des  Königs  el-Melik-en-Nafsir
Mohammed  Ben  Kilawun  ward  eine  Moschee  und  ein  Minaret  erbaut, ­
  doch  der  grösste  Theil  der  jetzt  in  der  Stadt  sich  vorfin-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.