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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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sije.  Dann  wandte  er  seine  Schritte  zum  Friedhofe,  der  an  der
Stadtmauer  liegt,  bei  den  jetzt  vermauerten  Thoren  Bab-or-Rahme
und  Bäb-et-Taube,  wo  das  Grab  des  Ibade  Ben-efs-Sfämit  und
Scheddäd  Ibn  Aus,  der  beiden  Genossen  des  Propheten  ist;  von
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hier  aus  ging  er  zur  Quelle  des  Trostes  Ain-es-Selwän,  im  Grunde
des  Thaies;  hierauf  bestieg-  er  den  Oelberg 1 ),  wo  eine  Moschee
mit  hohem  Minaret  und  die  Takkijet-el-Esädije.  Auf  diesem  Berge
ist  auch  noch  die  Fass-Spur  des  Propheten  Jefus  zu  sehen;  daselbst ­
  betete  er  die  Fatiha  und  kehrte  dann  in  die  Stadt  zurück,
um  einem  Schmause  bei  Mufstafa  Agha,  einem  der  Grossen  der
Stadt,  beizuwohnen.  Nach  dem  Abendgebete  kam  noch  der
Mufti  Chair-el-din-er-Remli,  d.  i.  der  aus  Ramla  gebürtige,  zum
Besuche,  mit  dem  er  die  Zeit  in  wissenschaftlichen  Gesprächen  zubrachte. ­
  Dieser  erzählte  dem  Scheich,  er  habe  einen  Commentar
zum  Dfchämi-ofs-Ssaghir  des  Sojuti,  verfasst  vom  Grossvater  des
Scheichs,  aufgefunden.  Des  Mufti’s  Begleiter,  Schems-od-din,
fügte  hinzu,  er  habe  eine  schöne  Sammlung  der  Gedichte  des  Vaters ­
  des  Scheichs,  Ismail  Ibn-el-Näbolsi’s,  in  Kairo  gesehen.  Der
Scheich  Abd-ol-Ghani  selbst  kannte  keines  dieser  Werke:  „da
ich”,  sagte  er,  „bei  dem  Tode  meines  Vaters  noch  in  Kindesjahren
war  und  alle  seine  Bücher,  sowie  die  seines  Vaters  und  Ahns,  die
an  tausend  Bände  betrugen,  verloren  gingen,  theils  durch  Diebstahl,
theils  durch  Verkauf.”  Folgenden  Tags  kam  der  Scheich  Ismail
Ebu  Kasim-en-Nedfchär  zu  unserem  Reisenden  und  brachte  ihm
ein  Zweckgedicht,  worin  er  sein  Lob  sang,  das  er  mit  Dank  annahm, ­
  obwohl  der  Verfasser  einer  von  denen  war,  die  Gott  nicht
mit  der  Gabe  der  Dichtkunst  betheilt  hatte,  denn  nicht  einmal  das
Metrum  des  Gedichtes  war  richtig.  Hierauf  besuchte  er  die
grosse  Moschee,  die  Kuppel  der  Geister,  die  Kuppel  der  Himmelfahrt ­
 2 ),  die  Kuppel  der  Kette,  den  Mihräb  des  Ibade  Ben-efs-Ssamit,
  die  Thore  Bäb-or-Rahme  und  Bäb-et-Taube,  den  Ort,  wo
der  Thron  Suleimän’s  stand,  dann  stieg  er  zu  dem  Orte  hinauf
der  Ssirat 3 ),  d.  i.  Scheideweg,  genannt  wird;  dann  besichtigte  er  die
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