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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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dort  den  Scheich  Mohammed  sitzen,  ganz  nackt,  und  um  ihn  brannte
ein  Feuer,  das  er  stets  unterhielt;  neben  ihm  standen  Kaffehkannen
und  Becher,  denn  jeden  der  zu  ihm  kömmt  nöthigt  er,  Kaffeli  zu
trinken.  Alles  was  er  übers  Feuer  setzt  oder  im  Mörser  stösst,
verwandelt  sich  in  KalTeh;  auch  unsere  Reisenden  tranken,  und
zuletzt  rief  er  einen  Diener,  der  ausserhalb  der  Höhle  ein  Pferd
hielt,  bei  seinem  Namen  und  gab  auch  diesem  Kaffeh  zu  trinken.
Dieser  Scheich  steht  auch  im  Rufe,  Wunder  wirken  zu  können.
Man  erzählt,  dass  er,  zwei  Jahre  bevor  diese  Höhle  entdeckt  worden
war,  an  dieser  Stelle  sass  und  rief:  „Hier  ist  ein  grosser  Palast,
den  ich  eröffnen  will.”  Darauf  eröffnete  er  wirklich  ein  kleines
Fenster  und  erweiterte  es  allmälig,  bis  er  das  Thor  entdeckte.
Diese  Höhle  enthält  fünfzehn  Stuben.  Unsere  Reisenden  zogen  von
hier  fort  bis  zum  Dorfe  Aräbe,  dessen  Einwohner  derzeit  in
Fehde  mit  dem  Befehlshaber  von  Jerusalem  lagen;  dessen  ungeachtet, ­
  wurden  die  Reisenden  von  den  Bewohnern  mit  grosser  Gastfreundschaft ­
  aufgenommen.  Die  erzählten,  wie  sehr  sie  bedrückt
würden,  wie  man  sie  ihrer  Habe  berauben,  und  sie  tödten  und
ihre  Häuser  verwüsten  wolle.  Hierauf  zogen  sie  durch  gebirgige,
von  tiefen  Thälern  durchzogene  Gegenden  weiter,  bis  sie  um  Mittag ­
  zum  Dorfe  Borka  *)  kamen.  Daselbst  fanden  sie  diejenigen,
welche  die  Bewohner  des  vorhergenanuten  Dorfes  belagerten.
Man  wunderte  sich  ob  ihrer  Ankunft  und  lud  sie  ein,  abzusteigen. ­
  Sie  beteten  aber  nur  das  Mittagsgebet,  und  zogen
weiter  zum  Dorfe  Sebastije 3 ),  w 7 o  sie  die  Moschee,  die  ehemals
eine  Kirche  war,  besuchten  und  das  Grab  des  Johannes  und  seines ­
  Vaters  Zacharias,  das  in  einer  grossen  Höhle  ist,  besichtigten. ­
  Von  hier  ging  die  Reise  weiter  bis  in  das  nahe  vor  Näblos
  gelegene  VVä  di-f-fe  itün,  d.  i.  Oliventhal,  und  von  da  nach
Näblos.  In  Näblos  besuchte  unser  Scheichseine  Bekannten  und
Verwandten,  und  brachte  mehrere  Tage  aufs  angenehmste  unter
wissenschaftlichen  Unterhaltungen  zu,  und  verliess  dann  die  Stadl
seiner  Väter  und  ging  vorbei  an  den  Dörfern  Mancha 3 ),  Ki-.*)

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