der Stadt ist wo die grüne Wiese *) anfängt. Das Castell erhebt
sich ober der Stadt, dort sind hohe Bogen, auf denen das Wasser
von der Ferne hergeleitet wird , diese sollen von Brins , d. i. dem
Prinzen s), erbaut worden sein, der ein König der Christen war,
und über Tripolis herrschte. Da diese Bögen sehr hoch sind , so
haben die meisten Häuser von Tripolis Wasser , und sind sie hoch
so sieht man in beiden Stockwerken zwei hohe Wasserleitungen,
ans welchen stets fliesendes Wasser kömmt.
In der Stadt sah unser Scheich eine Medrese, deren Stifter
unbekannt war und wo zwei Söhne des Melik-ed-Dähir 5 ) begraben
liefen: Selämiseh *) und Saiid. Nachdem er sich nun nochmals
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beim Wehr Ali Pascha beurlaubt hatte, reiste unser Scheich ab.
Der Wefir gab ihnen eine Bedeckung mit, die sie bis zum Schlosse
Dfchobeil 5 ) zu bringen hatte, weil man damals mit den Hammadi-Arabern
in Fehde lag. Sie zogen Morgens fort und kamen uni
Mittag zur Stadt Letrun 6 ) am Ufer des Meeres, wo ein Schloss,
das aber jetzt sowie die Stadt in Verfall gerathen ist. Hier ward
das Mittagsgebet verrichtet und bis nach Dfchobeil, einer Stadt
mit einem Schlosse, fortgezogen. Von hier ward am folgenden
Morgen nach Beirut fortgegangen. Man überschritt den Fluss
Nehr-el-Belb, d. i. Hundefluss, über den eine Brücke auf Bogen
führt. Der Fluss erhielt seinen Namen davon, weil die Franken
daselbst in alten Zeiten die Gestalt eines Hundes aus Stein bildeten
und als Wachtposten daselbst aufstellten. Kam der Feind,
so bellte er und jener, durch das Gebell aufmerksam gemacht,
rüstete sich znm Kampfe.
Als er in Beirut angekommen, stieg er in dem Hause eines
Freundes, Ibn-el-Kafsfsär mit Namen, ab. Er besuchte sogleich
-) Brins d. i. Bormund VII. siehe Wilken : Kreuzzüge VII. P.611.
Anmerkung 7%.
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