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gestalt: Lasse diess Gedicht als Wird«) nach dem Abendgebete
lesen , alles um was du darin bittest ist dir gewährt. Hierauf erwachte
er und wusste das ganze Gedicht, sowohl die von ihm
gedichteten , als die göttlich eingegebenen Verse auswendig.
Das Gedicht selbst übersetzen wir nicht, da es so wenig
poetische Schönheiten selbst in den letzten Versen enthält, dass
wir an der göttlichen Eingebung desselben gewaltig zu zweifeln geneigt
sind; nur mag diese Erzählung als Beleg gelten , wie leicht
das für religiöse Gegenstände so entzündbare Gemüth des Arabers
geneigt ist Träume für baare Wirklichkeit hinzunehmen.
Unser Scheich besuchte hierauf das Bad Hammäm-en-Nüri
und ward als er sich hierauf in die grosse Moschee begab von einigen
der Wissenschaft Beflissenen aufgefordert, etwas von den
l eberlieferungen des Propheten zu leseu. Einer der Reisegenossen
hatte die von dem Scheich verfasste Sammlung der Ueberlieferungen
Kenf-el-hakk-el-Nobin (i Ehadis Sejjid-il-Morselin. Aus diesem
Buche las er einiges und verbreitete sich darüber so viel es
die Kürze der Zeit gestattete. Nachdem er noch mehrere gelehrte
Männer, worunter der Nakis-el-efcliräf, besucht hatte, begab er
sich ins Schloss um dasselbe zu besehen, und las am Thore desselben
die Verse :
0 Schloss so hoch und hehr
In den Landen ist wie Du kein zweites mehr!
O dass es wohl geh’ jedem der d’rin weilt
Mit Gottes Segen ungetheilt!
Das Schloss ist sehr fest und enthält ein Bad und eine schöne
Moschee.
Die Mewlewije besuchte er abermals und besichtigte dann die eine
halbe Stunde von der Stadt entfernte Wasserleitung wo das Wasser
auf Bögen der Stadt zugeleitet wird. Diese Bögen sind hoch und
breit und gehen von einem Berge zum andern, es sind ihrer sieben.
Bürias sagt in seinem Reisewerke er-Rililet-et-T arab olsije
(d. i. die Reise nach Tripolis) folgendes: Diese Stadt liegt am
t'usse des Berges neben dem Castell, doch erstreckt sie sich von
der Mitte des Berges bis zum Hügel T ell-el-Ahme r. der das Ende
*) -J;