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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Hessen,  sagte  man  ihnen,  das  Grab  des  Propheten  Schit  sei  auf
dem  Gipfel  eines  nahen  Berges,  nach  der  allgemeinen  Ansicht  aber
ist  dasselbe  in  der  Nähe  von  Ba’lbekk.  Sie  begaben  sich  nun  über
schlechte  felsige  Wege  nach  Merkab,  das  sie  vor  dem  Nachmittagsgebete ­
  erreichten,  das  Schloss  ist  gross  und  weitläufig.  VonMarkab
ging  die  Reise  weiter  nachDschebcle  einer  kleinen  Stadt  am  Ufer  des
Meeres  ohne  Mauern  und  Festungswerke,  daselbst  ist  eine  schöne
grosse  Moschee  erbaut  von  Ibrahim  Ibn-el-Edhem.  Ibn-el-Esir
sagt  in  seinem  Werke  Kitäb-el-Muchtär  fi  Menäkib-il-A
  chj  ar  Ebu  Ishäk  Ibrahim  Ben  Edhem  Ben  Manfsür  ist  aus  dem
Gebiete  von  Balch  gebürtig  und  ist  einer  der  grössten  Ssufis  und
lebte  in  Gesellschaft  des  Sofjän-et-Tauri  Fadhäil  Ben  A’jadh  und
anderer  Gelehrten.  In  Dschebele  ist  sein  Grab  am  Ufer  des  Meeres.
In  dieser  Stadt  wächst  trefflicher  Tabak,  der  in  fremde  Länder  verschifft ­
  wird,  den  unser  Scheich  hier  reichlich  verbrauchte  um  sich
nach  den  Mühseligkeiten  der  Reise  zu  erquicken.  Ueber  die  Erlaubtheit
  des  Tabakrauchens  nach  den  Gesetzen  der  mohammedanischen ­
  Religion  sprach  er  sich  in  dem  Werke  Nihäj  et-ol-Moräd
  Scherh  Hedijjet-Ibn-il-Fmäd,  so  wie  in  dem  zweiten  Werke
el-Hadikat-en-Nedije  Scherh  -  ot-Tarikat-il  -  Mohammedije
  aus;  ferner  in  dem  Buche  Scherh-a’lä-l-Mukad
  demet-is-S  enüsij  e,  ja  er  hat  sogar  ein  eigenes  Werk  verlasst ­
  ,  worin  er  die  Beweise  dafür  anführt,  dass  das  Tabakrauchen
jedem  Gläubigen  erlaubt  sei.  Der  Titel  dieses  in  Damaskus  nicht
seltenen  Buches  ist:  ess-Sfulh  bein-el-Achwan  fi  Ibähetid-Duchän.
  Von  hier  reisete  unser  Scheich  immer  am  Ufer  des
Meeres  hinauf  nach  Lädäkije;  an  der  Küste  sah  er  viele  Seelilien  , ).
Lädäkije  hatte  zu  dieser  Zeit  einen  besonderen  Stadtgouverneur,
während  es  ehedem  zum  Gebiete  von  Ilaleb  gehört  hatte  ,  die
Einwohner  schöpfen  ihr  Trinkwasser  aus  Brunnen  ,  die  Häuser
sind  alle  aus  Steinen  erbaut  und  was  dem  Scheich  das  wunderbarste ­
  dünkte,  ist,  dass  man  die  Mauern  der  Breite  nach  mit  einem
einzigen  Steine  aufbaute  und  der  Bau  dcunoch  dauerhaft  ist,  er
besuchte  daselbst  die  Moschee  Dscämi-el-Emschäti.  Der
Stadtgouverneur  sandte  ihm  eine  Einladung  zu  einem  Beschnei-
            
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