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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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rühmt  ist,  obgleich  sein  echtes  Grab  in  dem  Dorfe  Messe  ’)  bei  Damaskus ­
  sich  befindet.  Er  war  der  schönste  der  Genossen  des  Propheten, ­
  Gabriel  erschien  dem  Propheten  in  seiner  Gestalt;  darauf  kehrte
ich  an  den  Ort,  wo  ich  mein  Quartier  hatte,  zurück.  Mein  nächstes ­
  war  nun  mich  ins  Schloss  zu  begeben,  um  den  Koran  des
’Osmän  zu  besehen.  Wir  stiegen  den  ehemals  ganz  mit  Steinen  gepflasterten ­
  Weg  zum  Schlosse  hinan  ,  wo  ich  am  Ende  der  östlichen ­
  Mauer  eine  uralte  in  Stein  gehauene  Inschrift  sah.  Eine  andere ­
  arabische  Inschrift  lautet,  wie  folgt:  Im  Namen  Gottes  des
Allbarmherzigen,  Allmilden  :  den  Bau  dieses  Thurmes  verordnete
der  für  den  Glauben  kämpfende  König  Eseded-Din  Shirküh  Ben
Mohammed  Ben  Shirküh  Unterstützer  des  Beherrschers  der  Gläubigen, ­
  dessen  Beschützern  Gott  Ehre  verleihe  und  setzte  darüber
seinen  Diener  Muwaffak  im  Jahre  509:
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Aj  Ir—j,  j  ^  Ai-j  ^  ^jp  b)  1  äÜ  I  1  ^
Hierauf  traten  wir  in  das  Thor  der  Burg  und  von  diesem  in  ein
anderes  inneres  Thor  und  beschauten  uns  die  Räume  und  den
allen  Bau,  der  sieben  Stockwerke  hat;  daselbst  ist  eine  Moschee
mit  Minaret  und  Predigerkanzel;  wir  besahen  uns  zuerst  diese
und  gingen  dann  den  Koran  des  Osmän  Ben  Äffän  zu  besichtigen. ­
  Einer  der  Leute  der  Stadt  öffnete  eine  Kammer  südlich
von  der  erwähnten  Moschee  nahe  am  Mihräb,  nahm  ein  Kästchen ­
  heraus,  machte  es  auf  und  siehe  —  da  erblickten  wir  den  Koran
des  ’Osmän  auf  dem  noch  die  Spuren  des  Blutes,  wir  küssten  ihn.
lasen  die  FAtihaund  einige  andere  Verse.  DerKoran  ist  in  dicker  kufischer
  Schrift  geschrieben  ,  seine  Blätter  sind  alt  und  zerrissen.
Vor  einigen  Jahren  gab  einer  der  Emire  von  Ilomfs  einem  Buchbinder ­
  in  Damaskus  hundert  Piaster,  dass  er  nach  Ilomfs  komme  und
diesen  Koran  einbinde,  dieser  ging  hin,  verbesserte  die  Blätter  und
schützte  sie  durch  einen  neuen  Einband.  Es  ist  Sitte  der  Leute  von
Homfs  wenn  sie  Regen  nöthig  haben  ,  dass  sie  diesen  Koran  herausnehmen ­
  und  so  um  Regen  flehen.  Bei  uns  in  Damaskus  in  der  ommejadischen
  Moschee  ist  ebenfalls  ein  ähnlicher  Koran  von  kufiseher

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