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Auch soll unsere kaiserliche Regierung die Genuesen, ihre
Feinde, von unserem Lande selbst ausweiseil, und sie nicht wieder
aufnehmen.
Sollten aber dereinst die Genuesen sich vor unserer Majestät
einfinden, und diese um Aufnahme in ein Biindniss eingehen,
so soll unsere kaiserliche Regierung dieses Biindniss unter
keiner andern Bedingung schliessen, als mit Vorwissen des Herzogs
von Venedig und der Gemeinde, unter Aufrechtlialtung
gegenwärtigen eidlichen Uebereinkommcns zwischen unserer Majestät
und Venedig.
Aber auch Venedig soll sie nicht in einen Bund aufnehmen
ohne Wissen unserer Majestät, mit Aufrechthaltung des eidlichen
Uebereinkommens von Venedig mit unserer Majestät.
Sollten aber gedachte Feinde derselben Schiffe ausrösten,
um unser Kaiserthum anzugreifen, dann sollen auch sie Schiffe
ausrüsten, um ihnen entgegen zu treten, unserem Lande aber zu
helfen, und zwar im Verhältniss zu den Genuesischen Schiffen,
und wie sie es für angemessen achten, sich jenen entgegenzustellen.
Unsere kaiserliche Regierung soll die Ausgabe für die halbe
Löhnung ihrer Schiffsmannschaft tragen. Dabei soll von Seiten
des Herzogs von Venedig und der dortigen Gemeinde ein Eid abgelegt
werden, dass, wie sie die Hälfte der Löhnung für die besagten
Schiffleute ohne alle Gefährde leisten wollen, so auch unsere
kaiserliche Regierung die Hälfte der Löhnung für die Schiffleute
leisten soll, in gleichem Verhältniss mit der Ausgabe
Venedigs.
Wenn aber unsere Majestät an einige Edle von Venedig und
Freunde unserer Regierung die Anzeige ergehen lässt, dass sie
Fahrzeuge ausrüsten und unserer Majestät Dienste leisten sollen,
und dieses aus Anhänglichkeit an unsere kaiserliche Regierung
auszuführen willens sind, so sollen diese Leute hierin von dem
hocligebornen Herzog von Venedig oder der dortigen Gemeinde
keinesfalls verhindert werden;
ebensowenig unsere kaiserliche Regierung, um dergleichen
Fahrzeuge nach einem Lande zu schicken, welches mit Venedig
im freundschaftlichen Verhältniss steht.
Sollte auf dem festen Lande eine Armee gegen einen Theil
unseres Kaiserreiches anziehen, so sollen die dortigen Venetianer