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tolos, der auch in alten slawischen Uebertragungen vorhanden ist;
Psellus , Jo. Siceliota, Attaliata Lecapenus u. a., durch welche
erst die vielen Lücken der Jahrhunderte 9—11 ausgefüllt werden
dürften. Noch rechne ich aber insbesondere hiezu eine reiche
Sammlung von Briefen und andern Aufsätzen hochgestellter Männer
der Koninenenzeit, die im Escurial liegt, die kleinern Werke
von Nicetas’ Bruder, dem athenischen Metropoliten Michael aus
der Zeit der Dynastie der Angeli und der nicseischen Kaiser (in
Florenz), so wie zwei wichtige hiesige griechische Sammlungen
von patriarchalischen und kaiserlichen Urkunden, welche für die
noch immer dunkle mittelgriechische Geschichte und Statistik eine
reiche Ausbeute versprechen sollen. Möchte auch diesen Gegenstand,
so wie das Verhältnis der sicilisclien Normannen zu Bysanz,
seiner Zeit die hohe Akademie in geneigte Erwägung ziehen!
Ich komme nunmehr zu dem letzten Gegenstände meines Vortrags,
unseren hier bereits begonnenen Vorarbeiten für die Sammlung
von Fontes rerum Venetarum. Ausser dem überaus grossen Vorrath
von lateinischen Diplomen haben uns zu gleicher Zeit die
griechischen Diplome beschäftigt, die wir (es sind ihrer 8 an der
Zahl) abgeschrieben haben. Eine derselben ist aber von uns völlig
druckfertig hergerichtet worden. Es ist diess ein Vertrag des
griechischen Kaisers Michael Paläologus vom J. 1265 mit Venedig.
Ich erlaube mir nun, über diese unsere Arbeit noch Folgendes
ehrerbietigst vorzutragen.
Im Jahre 1204 ward Constantinopel von den Kreuzfahrern
erobert und als Feudalstaat unter die Sieger vertheilt, die Griechen
aber allem Ungemach preisgegeben, welches eine Unterwerfung
unter einen Feind von fremder Sprache, Sitte und Religion,
so wie von niedriger Bildung im Gefolge hat. Indessen konnte es
nicht fehlen, dass das allgemeine Elend für einen Theil der Besiegten
ein Anlass zur Ermannung aus langjähriger Erschlaffung wurde;
und bei der bald sich offenbarenden Schwäche der neuen Fremdherrschaft
wurde es mehreren der ausgewanderten griechischen
Edeln sogar möglich, aus den Trümmern des vaterländischen
Reichs nahe bei Constantinopel und ferne davon unabhängige
Herrschaften zu gründen, von denen Trapezunt, Epirus und