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damals (es war das Ende der Zwanziger Jahre) Mitarbeiter der
Unternehmung werden, konnte aber vor des Begründers Tod, welcher
bereits in den Anfang der Dreissiger Jahre fällt, meine Arbeit
nicht zur Ausführung bringen, weil ich damals kaum einen Anfang
mit byzantinischen Studien gemacht hatte, ausserdem von dem
Unternehmer, wie es scheint, nie ein ausführlicheres Programm
über Form und Inhalt der ganzen Sammlung veröffentlicht
worden ist. Im Allgemeinen übrigens sollte das Unternehmen im
Wesentlichen die Verbesserung der Texte ins Auge fassen, und zugleich
wichtigere Inedita geben, also zugleich die fast nicht mehr
zu habende Pariser, so wie die incorrecte, aber um einige Nummern
reichere Venediger Sammlung gleichsam entbehrlich machen. Wie
weit dieses Vorhaben wirklich ausgeführt worden, mag jetzt in
Kürze deutlich gemacht, jedoch vorausbemerkt werden, dass, wenn
ich mir einige Ausstellungen erlaube, diess nur der sehr lebhaften
Theilnahme zuzuschreiben ist, mit welcher ich seit bald fünfundzwanzig
Jahren die Entwicklung des Unternehmens verfolgt habe.
Ich bemerke demnach gleich jetzt, dass die Herausgeber sich allerdings
angelegen sein Hessen, einen reineren Text herzustellen, was
aber fast nur von denjenigen Autoren gelten möchte, die man zu
den leichtern und weniger verdorbenen zu rechnen pflegt. Hiezu
kommt, dass man ein tieferes Eindringen in Sprache und Sachen,
worin Du Cange einzig dastelit, in der Regel vermisst, da doch
die byzantinische Geschichte und Literatur in ihrer ganzen Erscheinung
den grossen Gegensatz des Mittelalters gegen das hellenische
Alterthum wohl am deutlichsten repräsentirt. Meine hieher gehörigen
Bemerkungen habe ich in vielen Stellen meiner byzantinischen
geographischen, geschichtlichen und theologischen Druckschriften
entwickelt, nnd gedenke damit fortzufahren, wenn andere
von mir angefangene Arbeiten vollendet sein werden, d. h. ein
Buch über die Komnenen und die sicilischen Normannen, eine
kritische Ausgabe des Theophanes und des Chalcocondylas. Noch
darf nicht unbemerkt gelassen werden, dass in der Bonner Sammlung
für diese Autoren nur wenige Heue kritische Hilfsmittel gebraucht
wurden, während so manche werthvolle Quellen, z. B.
gleichzeitige lateinische, italienische und slawische Uebersetzungen
keine Berücksichtigung fanden, schon desshalb wohl, weil bald
nach Niebuhr’s Tode (der grosse Mann nannte selbst mit be-