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schichte anderer Völker in Schriften geschehen ist, die in der
historischen Literatur unter dem Namen: Regesta oder Regesta
chronologica bekannt sind.
Die erste Anregung hiezu ist von Herrn Kunik, Akademiker
in Petersburg, ausgegangen, der durch sein gelehrtes Werk
über die Berufung der Rodsen (Russen) durch die Finnen und
Slawen ein erfreuliches Beispiel freier wissenschaftlicher Erhebung
über jeden besondern Standpunct, auch den nationalen, gegeben
hat. Die Aufgabe der Petersburger Akademie ist eine in mehr
als einer Hinsicht bedeutsame Erscheinung, und kommt einem auch
von mir und Anderen längst gehegten Wunsche entgegen, endlich
einmal ein gedrängtes Quellenbuch für byzantinische Geschichte
zu erhalten, auf welchem ein Nachfolger von Lebeau, Gibbon und
andern mit Hinzuziehung der wichtigsten ungedruckten Hilfsmittel
eine sicherere und zugleich bündigere Bearbeitung der
eigentlichen byzantinischen Geschichte versuchen kann, als diess
seinen genannten Vorgängern gefällig oder möglich gewesen sein
mag. Mögen in der kurzen Frist, die den Bearbeitern jener Aufgabe
vergönnt ist (das Petersburger Programm ist in Deutschland
sehr spät bekannt geworden und die Einsendungen müssen schon
1852 geschehen), — mögen, sage ich, recht viele jüngere und zugleich
rüstige wohlvorbereitete Kräfte als Bewerber auftreten, und
der dortigen hohen Akademie Gelegenheit gehen, die in der That
schwere Aufgabe, welche zum erstenmale schwerlich erschöpfend gelöst
werden wird, vielleicht auch später zu wiederholen ! Das Programm
selbst macht mit rühmlicher Offenheit auf mehrere Schwierigkeiten
aufmerksam, welche sich der von ihr gewünschten Bearbeitung
des Gegenstandes entgegenstellen werden. Von denselben
nenne ich nur die zwei erheblichsten, nämlich den theilweise noch
immer höchst verdorbenen Text der wichtigen gedruckten griechischen
Quellen, u. a. des Theophanes und desCedrenus; sodann
die bedauerlich verspätete, obwohl längst versprochene Veröffentlichung
ungedruckter Byzantiner, die in verschiedenen Bibliotheken
Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Englands und Spaniens aufbewahrt
werden. Diess führt mich zu einigen Bemerkungen über
die bekannte Bonner Sammlung der byzantinischen Historiker,
deren Begründung auch von mir, so wie von Fallmerayer und Andern,
zu seiner Zeit freudig begrüsst worden ist. Auch ich sollte