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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Kreuzfahrern  im  gelobten  Lande,  zu  Armenien  (Cilicien  nach  altem ­
  Sprachgebrauch),  zum  Kaiserreich  Trapezunt,  zu  den  Mongolen ­
  u.  s.  w.  Dabei  versteht  sich  von  selbst,  dass  die  Geschichte
und  Statistik  der  venetianischen  Besitzungen  in  Griechenland  und
am  ganzen  adriatischen  Litorale  sehr  reich  bedacht  ist.  Wir  können ­
  schon  jetzt  die  Versicherung  geben,  dass  uns  scheint,  es
werde  erst  durch  Bekanntmachung  dieser  Urkunden,  so  wie  einer
Anzahl  kleinerer  venetianischer  Chroniken,  welche  die  k.  Bibliothek ­
  besitzt,  möglich  werden,  eine  getreue  Geschichte  jenes  merkwürdigen ­
  Freistaates  zu  schreiben,  welcher  so  viel  Gelegenheit
und  Anlass  zur  Vergleichung  mit  einer  früheren  Herrscherin  in
demselben  Mittelmeere,  Karthago,  darbietet.
Die  libri  misti  bewegen  sich  in  derselben  Sphäre,  und  werden, ­
  wenn  ein  umfassendes  Repertorium  über  diese  fast  kolossale
Sammlung  angelegt  sein  wird,  eine  Menge  wichtiger  Details  zur
Erläuterung  und  Vervollständigung  der  vorhin  genannten  Sammlungen ­
  zu  Tage  fördern.
Wir  haben  alle  vorhin  genannten  Sammlungen,  was  Deutlichkeit ­
  und  Sauberkeit  der  Schrift  anbelangt,  in  einem  für  uns
höchst  wohlthuenden  Zustande  gefunden,  und  uns  gegen  600
Nummern  bemerkt,  welche  vor  Allem  der  Sammlung  einverleibt
werden  sollen.  Ein  Verzeichniss  dessen,  was  wir  von  jener  Urkundenzahl ­
  recht  bald  in  Arbeit  zu  nehmen  wünschten,  erlauben
wir  uns  hier  gleich  ehrerbietigst  mitzutheilen.
Ich  habe  im  Anfänge  dieses  Vortrags  gesagt,  dass  ich  auch
über  den  heutigen  Stand  mittelgriechischer  Studien,  so  weit  diese
mit  unserem  Vorhaben  in  nächstem  Bezüge  stehen,  Bemerkungen
und  Wünsche  vortragen  werde,  deren  Realisirung,  wenn  auch
in  entfernter  Zukunft,  manche  starke  Lücke  in  der  Literatur  des
Mittelalters  ausfüllen  dürfte.
Im  December  des  Jahres  1848  hat  die  kaiserlich  russische
Akademie  der  Wissenschaften  in  Petersburg  ein  Programm  für  eine
Preisaufgabe  über  die  byzantinische  Chronographie  von  395  bis
1056  veröffentlicht,  worin  gesagt  ist:  „Die  Geschichte  vom  Jahre
395  bis  zum  Jahre  1056  ist  in  annalistischer  Form  so  zu  bearbeiten,
dass  die  Ereignisse  eines  jeden  Jahres,  so  weit  sie  in  den  eigentlichen ­
  byzantinischen  Chroniken  Vorkommen,  gedrängt  nach  den
Quellen  angeführt  werden,  wie  diess  bereits  hinsichtlich  der  Ge-
            
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