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weit diese mit unserem Vorhaben im nächsten Bezüge stehen, Urtheile
und Wünsche vorzutragen; endlich der hohen Akademie
gleich jetzt in meines Collegen und in meinem Namen eine druckfertige
Probe unserer hiesigen venetianischen Studien ehrerbietigst
vorzulegen, deren Ausarbeitung, neben unserer angestrengten Benützung
der andern historischen Schätze der k. k. Hofbibliothek,
insbesondere des k. k. Staatsarchives, uns nur durch das edelmüthige
Entgegenkommen der hohen Behörden möglich geworden ist.
Ich bin von den Studien der Theologie und der orientalischen
Sprachen (die letztere unter Anleitung meines unvergesslichen
Lehrers Schnurr er) zu denen der altclassischen Literatur, von
diesen aber zu der Erforschung des Mittelalters übergegangen,
mitbesonderer Beziehung auf Byzanz und das lateinische
Abendland. Diesen fortschreitenden Wechsel, oder
diese Erweiterung meines Wissens habe ich auch als Philolog
nie bedauert, ausser wenn die Mittel zum wissenschaftlichen Fortschreiten
minder ergiebig waren.
Zum genauem Studium des räthselhaften Byzantiner Staates
hat mich aber der alte dorische Dichter Pindar, der vor vielen
Jahren (1824 —1828) meine volle literarische Liebe in Anspruch
nahm, hinüber geleitet. So fand ich (wie bekannt) eine
von den Gelehrten längst gesuchte Einleitung des gelehrten Homererklär
ers Eustathius von Thessalonich in einer Basler Handschrift,
in derselben Handschrift ist aber eine solche Fülle anderer lehrreicher
Abhandlungen und Berichte über den Zustand der griechischen
Kirche und ihrer vielen Klöster, zugleich über das Ende der
Komnenenherrschaft und den letzten Feldzug der sicilianischen
Normannen gegen Constantinopel vom Jahre 1185, dass ich mich
bewogen fühlte, das Ganze im Jahre 1832 mit einem Anhänge unedirter
trapezuntinischer Staatsurkunden herauszugeben.
Seit dieser Zeit war irgend eine Bearbeitung der byzantinischen
Geschichte für mich entschieden, mochte diess in grösserem
oder kleinerem Masstabe, in dieser oder jener Richtung unternommen
werden. Neben der mittelgriechischen Theologie, mit besonderer
Beziehung auf das Klosterleben, beschloss ich, die Statistik
und Geographie des grossen Reiches zu bearbeiten,
oder vielmehr erst eine Grundlegung derselben zu unternehmen.
Es zeigte sich mir nämlich, dass wir nicht bloss eine wahrhaft