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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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eher  ober  dem  Grottenraum  nur  der  Quer  durclifliesst  und  gleich
wieder  unter  einem  Felsenbogeu  sich  verliert.  Alle  Geographen
Krains  sind  darin  einig,  dass  die  Poik  3000  Klafter  nordöstlich
bei  Planina  aus  der  Neuhäusler  Grotte  wieder  zu  Tage  tritt,  und
zwar  geschieht  diess  unter  demselben  Namen  der  Poik,  welche  sich
dann  bei  dem  Schlosse  Hasberg  mit  dem  Mühlthal  er  Grottenbache
verbindet,  und  hier  erst  den  Namen  Unz  annimmt.  Am  Ende  des
Thaies  von  Planina  verliert  sich  auch  die  Unz  bei  Jakobovitz  in
Höhlen  und  soll  5000  Klafter  weiterhin  bei  Oberlaibach  als  Laibachfluss ­
  wieder  zu  Tage  treten.
So  einstimmig  nun  auch  die  Nachrichten  über  die  Identität
dieser  Flüsse  lauten,  so  mangelhaft  sind  die  Versuche,  den  unterirdischen ­
  Verlauf  derselben  kennen  zu  lernen.  Das  bedeutendste
Unternehmen  dieser  Art  scheint  Herr  Caplan  Anton  Urbas  ausgeführt ­
  zu  haben,  der  darüber  im  Illyrischen  Blatte  1849,  N.  32,
einen  interessanten  Bericht  veröffentlichte.  Allerdings  sind  grosse
Schwierigkeiten  zu  überwinden,  aber  sowohl  Herr  Urbas  wie  alle
seine  Vorgänger  sind  nur  umgekehrt,  weil  ihnen  die  Lichter  nicht
auszureichen  drohten.  Im  Ganzen  mag  man  von  Adelsberg  abwärts ­
  und  von  Planina  aufw  ärts  etw  a  800  Klafter  zusammengenommen ­
  zurückgelegt  haben,  also  gegen  Vi  der  ganzen  Länge.
Vom  Professor  Dr.  Christ.  Aug.  Voigt  erschien  im  verflossenen ­
  Frühjahre  bei  L.  Sommer  in  Wien  eine  Broschüre  „Vorschlag ­
  zu  einer  Eisenbahn,  welche  Triest  und  Fiume  direct  untereinander ­
  und  beide  wieder  mit  Laibach  auf  dem  möglichst  kurzen
Wege  verbindet.”  Er  hatte  im  Illyrischen  Blatte  zuerst  seine
Idee  veröffentlicht,  die  Höhlen  des  Karst,  insbesondere  die  Verbindung ­
  der  Adelsberger  und  der  Unzhöhle  als  natürliche  Tunnels
für  die  Eisenbahn  zu  benützen.  Jener  Aufsatz  des  Herrn  Urbas
war  gewissermassen  eine  Entgegnung  darauf,  indem  er  auf  die
grossen  Schwierigkeiten  aufmerksam  machte,  die  der  Ausführung
entgegen  ständen.  Uebrigens  habe  ich  selbst  bereits  im  Jahre
1837  in  meiner  Beschreibung  der  österreichischen  Monarchie
(Stuttgart  bei  Scheible)  auf  diese  unterirdischen  Communicationen
und  ihre  Wichtigkeit  hingewiesen.
Wenn  auch  die  Führuns:  der  Eisenbahn  schon  der  scharfen
Krümmungen  wegen  zu  den  Unmöglichkeiten  gehören  dürfte,  so
unterliegt  es  wohl  keinem  Zweifel,  dass  eine  Untersuchung  dielt ­
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