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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Nach  Herrn  Schweitzer  S.  52  nimmt  die  Patriarchal-Münze
von  Aquileja  mit  Ludwig  III.  Mezzarota,  genannt  Scarampo,
aus  Padua  (von  1444  —1465),  ihr  Ende.  Dieses  auf  Taf.  XVIII.
abgebildete  Stück,  das  auf  der  Vorderseite  des  Patriarchen  Kopf
und  auf  der  Rückseite  einen  feierlichen  Einzug  zu  einem  Tempel
(mit  der  Umschrift:  ECCLESIA  RESTITVTA),  wahrscheinlich
nachdem  der  Patriarch  der  Republik  Gehorsam  geschworen  hatte,
vorstellt,  ist  eine  Medaille  und  zwar  eine  der  ältesten  der  in
Italien  zu  dieser  Zeit  aufblühenden  Medailleurkunst.  Sie  ist  abgebildet ­
  im  Museum  Mazzuchellianum.  Venet.  1761.  Tom.  I.  Tab.
XI.  N.  4  und  daselbst  beschrieben  S.  75.
S.  8  in  der  vorletzten  Zeile  muss  es  statt  König  Heinrich  I.
der  II.  heissen,  unter  dessen  Regierung  zum  Theil  das  Patriarchat
Johann’s  IV.  (von  996—1016)  fällt.—  Leider  ist  das  Nummeriren
  sämmtlicher  Kupferplatten,  nämlich  XVIII  mit  aquilei’schen,
und  XXII  mit  venetianischen  Münzen  gänzlich  übersehen  worden.
Die  in  der  Münzgeschichte  wichtigen  venetianischen
Münzen,  deren  Herausgabe  Herr  Schweitzer  in  diesem  ersten
Bande  begonnen  und  bis  auf  den  unglücklichen  Dogen  Marin
Faliero  (f  1355),  dessen  Zecchino,  den  seltensten  der  ganzen
venetianischen  Suite,  das  kaiserliche  Münzcabinet  unter  seinen
reichen  Schätzen  verwahrt,  fortgesetzt  hat,  wollen  wir  nach  dem
Erscheinen  des  zweiten  Bandes  näher  beleuchten,  bezweifeln  aber
zum  vorhinein  die  Aechtheit  der  Stücke  des  Dogen  Pietro  Polani
(f  1148)  und  seiner  beiden  Nachfolger  Domenico  Morosini  und
Vitale  Michieli  II.
Sämmtliche  Münzen  sind  von  Herrn  Schweitzer  selbst  gezeichnet ­
  und  in  Kupfer  radirt;  mir  scheint  jedoch  der  Charakter
der  Münzen  in  dieser  dunkeln  Manier  nicht  genügend  hervorzutreten. ­
  Gewiss  aber  verdient  es  doppelte  Anerkennung,  wenn  ein
Geschäftsmann  seine  Müsse  der  Kunst  oder  Wissenschaft  oder  gar
beiden  zugleich  widmet  und  in  denselben  seine  Erholung  findet.
            
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