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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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loja.  Schon  am  10.  Jänner  1410  starb  Papst  Alexander  und  dessen ­
  Nachfolger  Johann  XXIII.  nahm  Panciera  in  seinen  Schutz.
Da  dieser  aber  sein  Vaterland  nicht  zur  Ruhe  bringen  konnte  und
mit  Wehmutli  seine  gefährliche  Lage  sah,  entsagte  er  seiner  hohen ­
  Würde,  begab  sich  nach  Rom,  wo  er  1411  Cardinal  mit  dem
Titel  St.  Sabina  wurde.  Er  war  1417  auf  dem  Concilium  zu
Constanz  mit  im  Conclave,  in  dem  der  Papst  Martin  V.  erwählt
wurde.  Unter  dem  Papst  Eugen  IV.  bekam  er  das  Bistlium  zu
Frascati  und  starb  zu  Rom  am  3.  Juli  1431.
Keine  solche  Aufnahme  war  zu  Rom  dem  Antonio  da  Ponte
beschieden.  Er  war  daselbst  mit  bösen  Augen  angesehen  und  starb
im  Jahre  1418,  nicht  1318,  wie  es  durch  einen  Setzfehler  bei
Schweitzer  S.  47  heisst.
Da  der  letzte  über  Friaul  regierende  Patriarch  Ludwig  II.
Herzog  von  Teck  (nicht  Tech)  aus  einem  edeln  schwäbischen
Geschlechte  war,  wollen  wir  ihn  unsern  Lesern  bestimmter  vorführen. ­

Südöstlich  vom  Städtchen  Owen  im  kgl.  würtcmbergischen
Oberamte  Kirchheim  stand  auf  einem  oben  bewaldeten  Berge
die  Burg,  nun  Ruine  Teck,  auf  der  einst  die  gleichnamigen ­
  Herzoge  sassen.  Es  gab  kein  Herzogthum  Teck,
sondern  die  Besitzer  von  Teck  führten  als  Abkömmlinge  Bertholds
  II.  Herzogs  von  Zähringen,  diesen  Titel.  Dessen  Enkel
Adalbert  kam  in  den  Besitz  der  neckargauischen  Stammgüter,
gründete  das  Geschlecht  der  Herzoge  von  Teck  und  soll  erst  nach
seines  Bruders  Berthold’s  IV.  Tode  diesen  Titel  angenommen  haben. ­
 1 )  In  Ow  war  ihre  Familiengruft;  auch  sollen  sie  daselbst
eine  Münzstätte  (?)  gehabt  haben.  Deren  ältestes  erhaltenes
Sigill  ist  an  einer  Urkunde  vom  Jahre  1251.  Das  Wappen  ist
schwarz  und  golden  schrägrechts  geweckt;  die  Zahl  der  Wecken
wechselte.  Titel  und  Wappen  führen  seit  1495  die  Herzoge  von
Würtemberg.
*)  Den  Stammbaum  und  Notizen  über  dieses  Geschlecht  s.  in  Hübner’s
genealog.  Tab.  I.  228  ;  dann  in  Gebhardi’s  genealogischer  Geschichte  der  erblichen ­
  Reichsstände  in  Deutschland.  1779.  Bd.  II.  S.171,  und  über  Ludwig
besonders  S.  184  ;  ferners  die  Beschreibung  des  Oberamtes  Kirchheim,
im  Bde.  XVI.  der  Beschreibung  von  Würtemberg,  1842.  S.  254  —  260.
vgl.  Stälin’s  Geschichte  11.  281,  291  und  besonders  300  ff.
            
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