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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Tode  am  3.  Jänner  1381  mit  Weisheit  und  Gerechtigkeit  Vorstand, ­
  verdankt»,  seine  Heimat  anweisen  und  ihn  von  andern
Trägern  seines  Namens  im  Schwabenlande  wohl  unterscheiden.
Bei  Neidlingen  im  würtenbergischen  Oberamte  Kirchheim
unter  Teck  sind  noch  die  Spuren  der  alten  Burg  Ran  deck.
Conrad  von  Randeck  war  um  1329  Custos  in  Augsburg  und
Werner  erscheint  im  Jahre  1331.  Diesem  Geschleckte  gehörte
unser  Mar  quard,  ein  gelehrter  Mann  und  eine  Zierde  seiner  Zeit
nach  vviirtembergischen  Historikern  an;  nach  Andern  war  er
von  Randeck  an  der  Altmühl  nördlich  von  Kehlheim  in  Baiern.
Er  Unterzeichnete  die  von  Ludwig  von  Baiern  und  Brandenburg,
Grafen  von  Tirol,  im  Jahre  1352  erlassene  tirolisclie  Landesordnung ­
  als  dessen  Rath.
Johann  von  Randeck,  Canonicus  zu  Constanz  und  Augsburg, ­
  war  der  erstgewählte  Rector  der  Wiener  Hochschule  im
Jahre  1377  und  Mar  quard,  Canonicus  zu  Eichstädt  und  Augsburg, ­
  war  1391  ebenfalls  Rector  daselbst.
Ein  zweites  Rand  eck  ist  im  Hegau  in  der  ehemaligen
Landgrafschaft  Nellenburg.  Aus  diesen  Randeckern  ,  die  einen
Löwenkopf  im  Wappen  führten,  stammten  Mar  quard  und  dessen ­
  Grossneffe  Burkard,  von  denen  jener  von  1392  bis  1404
und  dieser  von  1462  bis  1466  Bischof  zu  Constanz  gewesen.
S.  deren  Genealogie  in  Bucelini  Rhaetia  p.  415  und  in  Pistorii
  Scriptor.  rerum  Germanicar.  III.  760.  Diesen  reihe
ich  an  den  in  diesem  Stammbaume  nicht  erwähnten  aber  im
Necrologio  Curiensigenannten  Conrad,  wo  es  heisst:  „12.  Oct.
1447  obiit  strenuus  vir  Conradus  de  Randegg.”  Auch  gab
es  ein  Geschlecht  von  Randeck  bei  Strassburg  im  Eisass,  das
drei  Lilien  im  Wappenschilde  hatte.
Auf  Marquard  folgte  als  Patriarch  Cardinal  Philipp  von
Alen^on,  dessen  Herkunft  weder  von  de  Rubeis  noch  von
Schweitzer  S.  41  näher  bestimmt  wurde.  Philipp  war  der
zweitgeborene  Sohn  Karl’s  Grafen  von  Valois  und  Alencon,
jüngern  Bruders  des  Königs  Philipp  YI.  von  Frankreich,  somit
aus  königlichem  Geblüte.  Er  wurde  1356  Bischof  von  Bcauvais,

*)  Catalogus  Rectorum  et  Illustrium  virorum  Archigymnasii  Vlenuensis  per
Georgium  Eder.  1550.  pag.  3  et  7.

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