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serliche Cabinet an zwei Dutzend besitzt, vorhanden sind. Herr
Schweitzer beschreibt S. 12 unter der passenden Benennung
„in c erte” vier Stücke, die auch Tab. I. abgebildet sind.
S. 13 nennt der Herr Verfasser den Herzog von Oesterreich,
nämlich Leopold VII., den Glorreichen, mit dem Wolfker am 9. Juli
1217 zu Gemona oder Glemona, als derselbe nach Palästina zog,
eine Zusammenkunft hielt, irrig Arciduca d’Austria. Vgl. de
Rubeis p. 675, und v. Meiler’s Regesten zur Geschichte der
Babenberger. Wien 1850, S. 122 und 222, N. 198.
Nach Herrn Schweitzer ist Wolfker’s Nachfolger Berchtold,
ein Sohn Berchtold’s IV., Herzogs von Meran, und
derZulcade, Tochter des Königs Sweno von Dänemark. Nun
war aber Herzog Berchtold IV. (y 11. Aug. 1206) zuerst mit
Kunigunde , Tochter des Grafen Ekbert von Neuburg am Inn,
Putten und Formbach, die in Formbach ruht, vermählt, dann mit
Agnes (y- 1194, nicht Aaliz, cf. Rubeis p. 581) Tochter
Dedo’s 1 ) Grafen von Rochlitz und Markgrafen in der Lausitz. Die
Söhne, wahrscheinlich zweiter Ehe, waren ausser Otto I. oder
Grossen, Herzog von Meran, der Innsbruck das Stadtrecht verlieh,
(| 1234), und Heinrich Markgrafen vonlstrien (f 1228), unser
Patriarch Berchtold und Ekbert, Bischof von Bamberg, den
Kaiser Friedrich II. als Reichsverweser in Oesterreich einsetzte,
wo er zu Wien am 5. Juni 1237 starb.
Unser Berchtold wurde durch seine unglückliche, in Abwesenheit
ihres Gemahls, des Königs Andreas II. von Ungern,
im J. 1213 ermordete Schwester Gertrud im J. 1206 Erzbischof
von Kolocza, dann nach ihrem Tode Woiwode von Siebenbürgen
, auch war er Banus von Slavonien und Dalmatien,
und wurde 1218 zum Patriarchen gewählt.
Berchtold befestigte als Ban von Slavonien die Stadt Posega
und nahm im J. 1222 das Bürgerrecht in dem mächtigen
Padua, um durch dessen Beistand die Trevisaner aus dem Gebiete
von Aquileja zu vertreiben, und schloss mit dem Dogen
*) Dedo’s Schwester Adelheid war die Gemahlin des Königs Sw’eno von
Dänemark (vgl. Hübner I. 154); dann mit Albrecht III., Grafen von
Aschersleben und Ballenstädt vermählt. S. Dünnemann’s Stammbuch der
Brandenburgiscli-Preussischen Regenten. Berlin 1831. S. 43.