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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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—  —  stoliduin  gcnus  Aeacidarum
Belli  potentes  sunt  magis,  quam  sapientiae  potentes.
Ganz  ähnlich  den  antiken  Helden  von  Epirus  erhob  sich  auf
kurze  Zeit  einer  jener  grossen  Männer,  welche  im  15.  Jahrhunderte ­
  das  Christenthum  begeisterten,  es  war  dicss  Scanderbeg.  Seit
dem  Tode  —  14.  Jänner  1464  —  dieses  Helden  wurde  die  ganze
Küste  den  Türken  unterworfen  —  und  aus  diesem  Bollwerke  des
Christenthums  entstand  eines  der  mächtigsten  für  den  Islam.
Fast  so  viel  Anziehendes  als  die  Sprachkunde,  als  die  Topographie ­
  ,  als  die  Geschichte  selbst,  bietet  die  Monumenten-Kunde;
  und  dabei  erlaube  ich  mir  vorzüglich  Ihr  Augenmerk
auf  einige  der  wichtigsten  zu  lenken,  die  entweder  dort  gefunden ­
  wurden,  oder  auf  den  Cultus  dieser  Gegenden  Bezug  haben,
insbesondere  auf  die  Bronzen,  welche  zu  Paramythia  entdeckt
wurden.  —  Sollten  Ihnen  Zeichnungen  dieser  Monumente  erwünscht ­
  sein,  so  bitte  ich  mir  die  angeben  zu  wollen,  die  Sie
am  meisten  interessiren.  Um  Sie  auf  das  aufmerksam  zu  machen,
was  mir  in  Betreff  der  Monumente  und  insbesondere  der  Münzkunde ­
  am  wichtigsten  scheint,  erlaube  ich  mir  diesem  Berichte
meine  Abhandlung:  „Ueber  das  Taubenorakel  von  Dodona”  beizufügen,
  in  welcher  ich  so  ziemlich  alles  mir  merkwürdig  Scheinende ­
  über  die  Münzen  von  Epirus  gesammelt  zu  haben  glaube,
und  in  welcher  eine  bisher  nirgends  vorhandene  Münze  von
Epirus  mit  der  sprachbegabten  Eicbe  und  den  Tauben  als  in
der  gewählten  Münzsammlung  von  St.  Florian  in  Ober-Oesterreich ­
  gestochen  ist.  Es  ist  Ihnen  bekannt,  welch  grosse  Rolle
die  Tauben  in  der  Monumenten  -  Lehre  und  Symbolik  spielen.
Erinnern  Sie  sich  der  Tauben  Noa’s,  der  auf  beifolgender  Miinzabbildung
  so  deutlich  dargestelltcn  des  Orakels  von  Dodona.
Die  Tauben  von  Sikyon,  die  auf  dem  Aphrodite-Tempel  zu  Eryx
in  Sicilien,  die  des  pythagoräischen  Philosophen  Archylas  (um
400  v.  Chr.  G.),  die  syrischen  ,  samaritanischen,  die  am  Wunderthrone ­
  Salomon's,  die  römischen,  die  der  heiligen  Männer
Polycarpus  (f  167),  Athanasius,  Augustinus,  Thomas  von  Aquino,
Chlodowig,  Gregors  des  Gr.,  und  selbst  Mohammeds,  unsere
Vorstellungen  der  Tauben  auf  den  Kanzeln,  auf  den  Kreuzen,
mit  denen  wir  den  heil.  Geist  bezeichnen  ,  sie  drücken  immer
die  Idee  der  Frömmigkeit,  Reinheit  und  überhaupt  des  Heiligen
            
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