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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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sehen  Gewissheit  zu  erforschen,  und  gewiss  bestimmter  als  ich
es  vermochte,  dem  Dichter 1 )  zu  antworten,  der  da  fragt:
Oh!  vvhere,  Dodona!  is  thine  aged  grove,
Prophetie  fount,  and  oi’acle  divine?
What  valley  echo’d  the  reponse  of  Jove?
What  trace  remaineth  of  the  Tliunderer’s  shrine?
All,  all  forgotten  —  —  —  —
Die  Luft  von  Epirus  einathmend  und  über  die  Vergangenheit
dieses  Landes  nachdenkend,  haben  Sie  gewiss  oft  jene  Glanzperiode ­
  desselben  an  Ihrer  Betrachtung  vorüberziehen  lassen,
in  welcher  die  Könige  von  Epirus  ,  ihren  Stamm  von  Achilles
herleitend,  diesem  grossen  Ahn  nachzustreben  trachteten;  sie
waren  mit  dem  makedonischen  Königshause  verwandt,  und  diese
beiden  schienen  berufen,  alle  Geschichte  der  damaligen  Zeit  zu
beginnen,  oder  in  ihre  Kreise  zu  ziehen;  es  war  die  Zeit,  in
welcher  die  Beherrscher  der  im  Ganzen  geringen  Länderstrecke
vom  jonischen  bis  zum  aegaeischen  Meere  in  zwei  Häuser  getheilt,
  ihre  Arme  über  die  ganze  damals  aufgedeckte  Welt  ausstreckten. ­
  Mit  welchem  ausserordentlichen  Glücke  diess  Alexandern ­
  von  Makedonien  gelang,  und  wie  er  durch  sein  eroberndes
Schwert  zugleich  griechische  Cultur  und  Sitten  überall  hintrug,
ist  uns  aus  alten  Schriftstellern  bekannt,  und  wird  durch  die
neuesten  Entdeckungen  in  den  Gegenden  der  höchsten  Gebirge
auf  das  überraschendste  bewahrheitet.  Nicht  gleiches  Glück
begünstigte  die  Unternehmungen  der  Epirotischen  Könige,  die
ihre  eroberungssüchtigen  Blicke  auf  den  Westen  warfen.  Der
König  von  Epirus,  Alexander,  Bruder  der  Olympias,  Mutter  des
makedonischen  Alexander,  blieb  in  der  Schlacht  in  Italien  gegen
die  Römer  kämpfend,  wie  auch  einer  der  berühmtesten  Fürsten,
der  die  Römer  besiegte,  oder  ihnen  den  Sieg  nur  schwer  erkämpfen ­
  liess,  Pyrrhus,  der  oft  ironischen  Laune  des  Schicksals
unterlag;  denn  ein  Weib  tödtete  ihn  mit  einem  Steinwurfe,  da  er
siegreich  in  Argos  einzog,  als  der  Peloponnes  seine  leichte  Beute
zu  werden  schien.  So  schied  einer  der  ausgezeichnetesten  Fürsten ­
  aus  dem  Stamme  des  Aeacus,  den  Ennius  bei  Cicero  mit
grosser  Schärfe  beurtheilt,  indem  er  sagt:

’)  Lord  Byron.  Child  Harold  II.  53.
            
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