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anzusehen sein; weniger klar ist mir die Lage des Hieron von
Dodona, worüber vielleicht aus der Autopsie noch Klarheit zu
erwarten ist.
Pouqueville hält den Hügel von Gardhiki, 3 Stunden von Kastritza
entfernt, für den Sitz des Hieron, Leake das Castell von
Janina, eine Stunde von Kastritza. Diese Entfernungen von der
Stadt Dodona scheinen mir jedoch im Widerspruche mit den Angaben
der Schriftsteller sowohl als der Natur der Sache ; ich
möchte glauben, der Sitz des Hieron sei auf der Höhe von Kastritza
gewesen, und bitte Sie, für oder gegen diese Meinung
Gründe aufzusuchen. Ich stütze diese Verinuthung auf folgende
Gründe:
1. Herodot lässt, da er doch in Dodona war, auf keine Entfernung
des Hieron von der Stadt schliessen.
2. Der Scholiast zum Aeschylus Prometheus V. 659.
'0 o' (Tvsc^oj) ig rs nu^-w, xcpul Awöojvr/V nuxvovg JbsoKpönovg
iälhv setzt hinzu: „(Aojgojvyjv) KÖlcg svd-cc Aid? ispöv rjv b/vj
öpvv Icckovaav xal p.xvrs'jap.bxriv f so sagt auch 3. Suidas: Awdüvr)
ko),cg, iv % hrcx.ro opüg. So Servius: „Dodona civitas Epiri
est, juxta quam nemus est Jovi sacratum. Ja es scheint mir sogar,
dass sich beide Schriftsteller Pouqueville*) und Leake 2 ) für
diese Ansicht vereinigen lassen. Beide sprechen von den kyklopisehen
Mauern von Kastritza, Leake 3 ) gibt eine Zeichnung derselben
und behauptet, Kastritza liege am Tomarus, nicht aber
Gardhiki, undStrabo 4 ) sagt ausdrücklich: H Awdwvv? roiwv rö p.iv
KaXcaöv Öko övjtnvpcoroTj xed rd öpog Töp.apog, öcp’ £> xsXrxt rö
ispöv.
Ihren vielen Kenntnissen und dem unparteiischen Zusammenreihen
der alten und neuen Schriftsteller wird es gewiss gelingen,
einen so wichtigen Punkt der Topographie von Epirus, wie die
Ausriiittluna’ des Platzes, an welchem das Hieron von Dodona
mit der sprachbegabten Eiche lag, mit aller möglichen histori-*)
1. c. p. 104.
a ) 1. c. p. 138.
3 ) 1. c. p. 196.
4 ) II. 33S.
!) 4