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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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lies  Hinderniss  in  den  Weg  gelegt  würde.  Auf  diese  Art  könnte
die  so  wichtige  Ilandelsstrasse  nach  Baghdail  durch  einige  in
gewisser  Entfernung  von  einander  bis  an  den  Eufrat  angelegten
festen  Puncte  die  sich  gegenseitig  unterstützen  könnten  gesichert
und  der  Wiederholung  dessen  vorgebeugt  werden,  was  sich
dieses  Frühjahr  ereignete,  wo  die  bei  taufend  Kamelile  starke
Karawane  ungeachtet  einer  Bedeckung  von  300  Mann,  nachdem
sie  bei  zehn  Tage  in  die  Wüste  vorgedrungen  war,  wegen  der
Ungeheuern  Massen  von  Beduinen,  die  sich  ihr  entgegenstellten,
sich  genöthigt  sah  umzukehren  und  den  doppelt  so  langen  Weg
über  Haleb  einzuschlagen,  wodurch  natürlich  die  Transportkosten
der  Waaren  um  das  Doppelte  erhöht  wurden.

Der  kaiserliche  Rath  Bergmann  setzt  seine  :  „Beiträge  zur
kritischen  Geschichte  Vorarlbergs  in  älterer  Zeit”  fort  und  bespricht
in  dieserer  Sitzung  besonders,  Rank  weil,  einen  Hauptculturpunct
  im  obern  Vorarlberg,  einen  uralten  Gerichtssitz,  der
erst  als  mallus  publicus  dann  als  freies  kaiserliches  Landgericht
vom  VII.  Jahrhunderte  bis  1806  herabreichte  und  dessen  Umfang
vom  Bodensee  bis  an  den  Wallenstädter-See,  den  Septmer  im  obern
Graubünden  und  an  den  Arlberg  sich  erstreckte;  würdigt  die  Sage
von  St.  Fridolin  und  hebt  das  Geschichtliche  an  derselben  hervor.
Der  alte  Name  der  Umgegend  von  Rankweil  ist  romanisch  campo
di  S.  Pieder,  angeblich  vom  heiligen  Apostelfürsten  Petrus,  der
hier  gepredigt  haben  soll.  Dann  erscheint  als  Mallstatt  Vinomna,
dessen  Oertlichkeit  Graniliilier,  Schöpflin,  Baron  von  Hormayr
u.  s.  w.  irrig  in  die  tirolische  Finstermünz  verlegen.
Besonders  merkwürdig  ist  das  Märzengericht  vom  J.  920,
bei  dem  Herzog  Burkard  von  Alemannien  noch  nach  römischem
Rechte  einen  Rechtsstreit  entschied.  Es  erscheinen  namentlich
41  romanische  und  17  alemannische  Zeugen,  bis  endlich  das  deutsche ­
  Element  überwiegend  und  durchgreifend  wurde.  Noch  sind
romanischen  Klanges  manche  Familiennamen,  besonders  im  Montavon,
  dann  die  Namen  Clus,  Montfort,  Dafins,  Montlix,  Batschuns,
Uebersaxen  (supra  saxa),  Valiluna,  Gävis,  Laterns  (Clauturnis),
Valors,  Prederis,  Ardetzen,  Nofels  oder  Novels  ,  Matscheis  (urkd.
Monticell)  etc.  neben  den  deutschen  Rankweil,  Sulz,  Weiler,  Meiningen, ­
  Koblach,  Neuburg,  Altach,  Müder  etc.  Ferner  weiset  er
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