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abzujagen. Als sie dieselben eingeholt hatten, liess man von beiden
Seiten die Dromedare niederlegen und begann das Gewehrfeuer.
Ein Weib, Sulmä mit Namen, zeichnete sich unter den Erwalla
durch die Tapferkeit aus, mit der sie focht. Die Wuld A’li
und O’meir begingen die Unvorsichtigkeit und verschossen all ihr
Pulver; als nun die Erwalla diess merkten, fielen sie über dieselben
her und metzelten sie mit Speeren und Schwertern nieder.
Mehr als 150 Mann blieben auf dem Schlachtfelde.
So wie vor zwölf Jahrhunderten vor Mohammed die Sitten
und Gebräuche der Bewohner der Wüste waren, so sind sie noch
jetzt, Gastfreundschaft und Freigebigkeit sind ihre gepriesendsten
Tugenden; ihr Reichthum besteht in Heerden, Schwert und
Lanze sind ihre Waffen, wozu in neuerer Zeit statt der alten
Bogen und Pfeile Luntenflinten hinzukamen. Bei ihnen sind noch
die Kunden ihrer berühmten Dichter und Helden vor Mohammed
im frischen Andenken, von Kuleib und Mohelhil erzählte mir ein
A’geili-Beduine aus Nedschd manche Sage, die Grossmuth Hat im
Täi’s ist noch sprichwörtlich in jedem Munde, von Emru’l-Kais
dem Sohne Hadsclir's, des Königs über Kinde, wird noch jetzt
mancher Vers angeführt, und die Kunst aus dem Stegreife zu dichten
ist noch nicht bei den Beduinen in Abgang gekommen. Oft
in stillen Nächten erschallt zu dem Klange des Rebäb der
schwermüthige Gesang einer Kasside. Das Rebäb ist ein höchst
einfaches Instrument: über zwei Querhölzer, die durch ein längeres
Holz, das zugleich als Griff dient, verbunden werden, ist
ein Wolfsfell gespannt, um die Resonanz hervorzubringen, über
dieses Wolfsfell sind auf einem hölzernen Stege Saiten gespannt
und diese werden mit einem mit Rosshaaren bespannten Bogen
gestrichen. Was die Sprache dieser Beduinen anbelangt, so ist
sie zwar viel reiner als die der Städter, hat aber durch die Länge
der Zeit doch auch bedeutend an Reinheit verloren, besonders ist
die Aussprache gewisser Buchstaben ganz verdorben: so sprechen
die Beduinen das weiche Käf olT immer wie ts beinahe wie das
deutsche Z aus, wie z. B. das Wort IjSjb das bei den Städtern in Syrien
hake ausgesprochen wird, bei den Beduinen hits oder hiz
lautet lautet hadolits lautet tseif. Die Aussprache
des harten Käf «Jlä wie unser G scheint die ursprüngliche Aus-Sitzb.
d. philos. histor. CI. Jahrg. 1S50. II. Bd. I. Heft. 7